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1 (1882) 1576 - 1582
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fluss einer Anna von Sachsen besessen, aber zweifellos die Sacheder fremden Glaubensgenossen und vor Allem die Verbindung mitdem Haus Nassau nach Kräften gefördert. 1 )

Im Sommer 1573 hatte Kurfürst Friedrich noch den Gedankeneiner Pacification der Niederlande durch den Kaiser und vermittelstder Statthalterschaft eines Erzherzogs lebhaft ergriffen. JohanuCasimir dachte sich dies freilich schon damals als ein mit Oraniens"Waffen durchzuführendes Unternehmen. Etwas später schreibt Ehernan einen Wiener Freund, der Kaiser möge doch die Gelegenheitwahrnehmen und den Tyrannen verjagen. 2 ) Aber im Oktober warder Kurfürst selbst bereits au der Ueberzeugung gekommen, dassauch die Einsetzung eines Erzherzogs wahrscheinlich nichts helfen

1) Vgl. Kl. Fr. p. 424 ff. Die Kurfürstin Amalia oder, wie sieselbst schreibt, Amelya war eine geborne Gräfin von Nuenar und standwahrend ihrer ersten Ehe im Ruf intimer Beziehungen zu Oranien, vgl.Corresp. de Granvelle 15651586, I (Brux. 1877), 303 (Morillon anGranvela, Brüssel 9. Juni 1566:maintenant se refreschissent les amo-rettes du prince d'Orange cum uxore de Brederode : huic aliquid turhaesuccedere possit"). "Von ihrer Schönheit spricht der venezianische Ge-sandte in seiner Depesche aus "Wien, 16. März 1569 (donna nobile, mabellissima sopra quante siano in Fiandra"). Friedrich hatte sie wieder-holt im Gefolge der Prinzessin von Oranien gesehen; wenn er sagt, dasssie die allerjüngste nicht sei (Kl. II, 299 A. 2), so war doch diedreissigjährige BChöne Frau für einen Mann von 54 Jahren immerhinjung genug. Dass bei der Hochzeit getanzt wurde, gab dem Gegner derKirchenzucht, Erastus, Gelegenheit zu bitterem Spott. "Vgl. dagegen dieRechtfertigung des Tanzes von Seiten eines gewiss nicht anfechtbarenCalvinisten, des berühmten Marnix (Epistolae selectiores, Leyden 1617,p. 753 ff.), der mit Recht bemerkt, dass in Deutschland viele schondesshalb von den ausländischen Reformirten nichts wissen wollten,quodmorositatem nostram extimescant." Dagegen erregte der Umstand, dassAmalia ihre Hofdamen in Gegenwart ihres Gemahls singen Hess, selt-samer Weise Anstoss bei der lutherischen Anna von Sachsen (Kl. II, 836). Amalia's Bitte an Anna, sich mit ihr für die Freilassung der inSavoien eingesperrten Wittwe Coligny's zu verwenden, Kl. II, 633 ff.Am 31. Jan. 1571 schreibt "Viehauser an Baiern, Casimir solle seineRittmeister abgedankt, die Kurfürstin sich dieser Sache angenommen undfür die vindices religionls et libertatis etliche hundert Fuder Wein ge-kauft haben (Ma. 230/3 f. 196). Dass auch Friedrich über kriegerischeDinge mit ihr sprach, zeigt seine Aeusserung Epist. select. p. 577.

2) Vgl. Kl. II, 577 ff.; Ehern an Crato, 9. 18. Sept. 1573 (Breslau,Stadtbibl.); im ersten Sehr, sagt er:Crede mihi res Belgicas non paromimpedivisse electionem Ernesti" (in Polen).