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1 (1882) 1576 - 1582
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langen; andrerseits wies der Landgraf die französischen Bündniss-anträge durchaus zurück und auch Ehem und Zuleger erklärtenendlich, Pfalz wolle es bei der bisherigen Freundschaft bewendenlassen. Es stellte sich immer gewisser heraus, dass die Franzosennur desshalb so lebhaft auf das Bündniss drangen, um wenigstensdie Pfälzer der Regierung gegenüber unbedingt zu binden, denHugenotten jede weitere Hülfe abzuschneiden und zugleich diedrohende Partei der unzufriedenen katholischen Grossen im Schachzu halten. Die letztere Rücksicht gab der Kanzler Pibrac im Ge-spräch mit Zuleger ganz offen zu. Der pfälzische Abgesandte hieltes für angezeigt, dem Pfalzgrafen Johann Casimir, der wieder nichterschienen war, einstweilen ausführlich zu berichten und ihn vorden Lockungen der Retz und Schomberg zu warnen; sich hieraufeinzulassen wäre vor Gott nicht zu verantworten,auch vor derWelt die grösste macula und Fleck." Der Ton seines Schreibenszeigt, dass er in die Festigkeit Johann Casimirs noch immer kein rechtesVertrauen setzte. Der junge Christoph aber, der unterwegs an demweiblichen Hofstaat des üppigen Valois immer mehr Gefallen fandund gern bis nach Sachsen mitgezogen wäre, erhielt von Heidelberg Weisung, sich mit dem Grafen Ludwig zusammen in Hessenzu verabschieden. 1 )

Wenn vor der Conferenz zu Vacha nicht nur Schomberg, son-dern auch Graf Ludwig noch voll froher Hoffnung war und selbstauf Sachsens schliesslicbe Nachgiebigkeit zählte, so sollten beide baldenttäuscht werden. Die Franzosen hatten nämlich längst Kundeerhalten, dass nach dem Tode Johann Wilhelms von Sachsen zwischeiiKurfürst August und dem Kaiserhof eine neue Spannung eingetragensei. Dies entsprach allerdings der Wahrheit; August, in seinenterritorialen Plänen beeinträchtigt, hatte sich sehr stark darübergeäussert, u. a. der Kaiser habe einen der getreuesten Fürsten imReich hiemit verschenkt und verworfen. Aber im Herbst war dieSache bereits wieder ausgeglichen 2 ) und die Franzosen hatten ihre

1) La Huguerye 1 , 201. Friedrich sagt in seinem Sehr, an denKaiser vom 13. März 1574 (Kl. II, 638), Christoph sei mit dem Polen-könig von Heidelberg,gleichwohl diss etwas wider mein willen",weitergezogen und am 1. Febr. wieder zurückgekommen. Ueber Joh.Casimirs persönliche Beziehungen zum König vgl. Kl. II, 623 A. 1;816 A. 2.

2) Vgl. Schomberg an K. Katharina, 19. Mai 1573 (Prinsterer I. 4,77*); Näheres über Grund und Entwicklung des Missverhältnisses zwi-schen Wien und Dresden in der Sammlung vermischter Nachrichten zursächs. Gesch. XII (Chemnitz 1777), 25 ff.; 111 ff.; vgl. Böttiger, Gesch.des Kurstaates Sachsen II, 18 ff.