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1 (1882) 1576 - 1582
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Katharina und ihre Ratgeber sahen mit sehr erklärlichem Miss-trauen auf die beiden kriegslustigen deutschen Herren; sie befürch-teten bei der unruhigen Stimmung der Hugenotten neue Interven-tionsversuche der deutschen Protestanten. Wirklich gestand Alenconspäter während seiner Haft, Ludwig und Christoph seien vom Kur-fürsten beauftragt gewesen, dessen Unterstützung zur Ordnung derfranzösischen Zustände anzutragen. Den Prinzen von Conde aberHessen die zwei Herren schon damals auffordern, mit ihnen nachHeidelberg zu gehen und dort unter dem Schutz des Kurfürsten dieFesseln des französischen Hofs abzuwerfen. Cond6 ging nicht dar-auf ein; er wollte vielmehr in Frankreich zurückbleiben, wohl mitRücksicht auf die sich vorbereitende Umgestaltung der Dinge. *)

Die niederländische Frage bildete den Kern der zu Blamontgepflogenen Verhandlungen, als deren Resultate einmal die end-liche Auszahlung der französischen Subsidien, dann die geheimeAnnäherung Graf Ludwigs an Alengon zu betrachten sind. Die Be-hauptung aber, man habe die Leitung des niederländischen Kriegsdem Polenkönig übertragen wollen, hat gar keine Wahrscheinlich-keit. 2 ) Eben so grundlos waren die Vermutungen, die sich an das

1) Vgl. Mem. de l'eatat de France III, 212; 216; über den angeblichenPlan, für Alengon um eine Tochter des Kf. Friedrich zu werben, vgl.das "Verhör La Mole's ebd. 256; derconte Charles" , der von der An-klage als Vermittler bezeichnet wird, ist Graf Karl von Mansfeld, derdamals aus den französischen in spanische Dienste übertreten wollte,vgl. ebd. 271; Gachard III, 49; Archives des missions scientiflques III.3, 732. Ueber das Anerbieten an Conde vgl. La Huguerye I, 192/3;seine Nachricht, dass C. absichtlich in Frankrich blieb und nicht jetztschon Verdacht erregen wollte, ist ganz glaubwürdig, vgl. Alamanni'sDepesche vom 16. Dez., wonach der Hof bereits misBtrauisch gewordenwar (Desjardins III, 893/4; ein etwas anderes Scheinmotiv gibt Dale, anBurghley, Paris 12. Dez. Calendar 1573 p. 447).

2) Sie findet sieh bei Thuanus LVII. 7 , wonach während der kgl.Reise Schomberg im Auftrag der Königin hierüber mit AbgesandtenOraniens zu Metz verhandelt hätte (eine übereinstimmende Andeutungbei d'Aubigne II, 107) und wird von Prinsterer (I. 4, 275) und Soldan(II, 557) bezweifelt, von Noailles (II, 395,6) dagegen angenommen. Soabenteuerlich der Plan erscheint, die Niederlande von Polen aus miteiner Kriegsflotte heimzusuchen, so wenig lag es in Katharina's Absichtoffen mit Spanien zu brechen. Sie versprach und konnte ohne grosseGefahr im Namen Karls IX versprechen,d'embrasser les affaires dudit Pais Bas, aultant et aussy avant que les princes prote-stans les vouldront embrasser, en quelque sorte que ce soit,ouvertement et aultrement" (Sehr. Gr. Ludwigs an Oranien). Damit war