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tisches Defensivbündniss fortsetzte, J ) war er durchaus nicht zubestimmen, zu Gunsten der Verlobung Alencons mit der Königin seinFürwort einzulegen. Er empfing eine kaiserliche Gesandtschaft,deren Werbung hauptsächlich den Beitritt des Reichs zur Tiirken-liga betraf, mit besonderer Auszeichnung; wiederholt sprach er sichsehr entschieden für eine Pacification der Niederlande durch Kaiserund Reich aus, wogegen Frankreich nichts sehnlicher wünschenmusste als die Fortdauer eines Kriegs, der Spanien beschäftigte undband. 2 ) Mit den übrigen Kurfürsten fertigte auch Pfalz auf kaiser-lichen Wunsch Gesandte nach Polen ab, um vor der Wahlver-sammlung die Candidatur des Erzherzogs Ernst zu vertreten. DassFriedrich sich zu diesem Schritte nur ungern bequemt hat, dürfenwir gewiss annehmen; Schomberg, der es von Johann Casimir selbsthörte, berichtet weiter, eine in Heidelberg sehr einflussreiche Per-sönlichkeit habe den Kurfürsten veranlasst, an der Gesandtschaftzwar teilzunehmen, aber als seinen vornehmsten Vertreter Ehem,den Todfeind Oesterreichs, abzufertigen. Wirklich versicherten die
1) Depeschen La Mothe's vom 9. 19. März 1573 (La Mothe V, 271;281); der „homme du comte Palatin" dürfte wohl Junius gewesen sein,vgl. Zulegers Sehr, vom 8. Nov. 1572 (Prinsterer I Supplement p. 135*).Ein Sehr, des Kf an den in England befindlichen HugenottenführerVidame de Chartres wird erwähnt in dem Sehr. Karls IX an La Mothevom 17. März 1573 (Mem. de Castelnau , Ausgabe von 1731, III, 310).Neben dem Vidame war damals der Hauptvertreter der Hugenotten inEngland Graf Montgommery, der im Frühjahr 1573 dem belagerten LaRochelle mit einer Flotte zu Hülfe kam. Ein Abgesandter des Grafenerschien noch im Sommer bei Friedrich, um den alten Plan einesenglisch-deutschen Verständnisses wieder anzuregen: seine Beglaubigungs-schreiben datirten freilich vom März (Kl. II, 582 ff.). Wie das Gerüchtdieses Bündniss bereits als bestehend behandelte, darüber vgl. Charriereni, 366 A.; 378 A.
2) Die Werbung der kaiserlichen Gesandten Winnenberg und Dr.Hegenmüller, von deren Relation aus Heidelberg (18. April) Kl. IL 574/5ein unvollständiger Auszug gegeben ist, betraf nicht, wie Kl. annimmt,die römische Königswahl, sondern gemäss den Wiener Besprechungenzwischen dem Kaiser und Sachsen die schon 1572 zu Mühlhausen er-örterte Frage, ob Kaiser und Reich der Liga gegen die Türken beitretensollten. Friedrich sprach sich gegen die Aufnahme von Verhandlungenaus; vor ihm hatte schon Mainz darauf verwiesen, dass die Sache zuMühlhausen der Entscheidung eines R. Tags vorbehalten worden sei(Mainzische Antwort vom 14. April, Ma. 230/1 f. 102 ff.). In Heidelberg ■erfuhren die Gesandten zuerst den Abfall Venedigs von der Liga, dernatürlich ihre Werbung vollends aussichtslos machte.