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1 (1882) 1576 - 1582
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pfälzischen Gesandten, als sie auf ihrer Heimreise mit Schombergzusammentrafen, sie hätten nur zum Schein für den Erzherzog, ins-geheim aber für Anjou gewirkt. Dass jedoch ein solches verräte-risches Spiel in der Absicht und in den Anweisungen des Kurfürstengelegen habe, ist durchaus unwahrscheinlich.*)

Freilich nahm kurz darauf die Heidelberger Politik in der Tateine franzosenfreundliche Haltung an, und zwar zunächst unter demEinfluss der niederländischen Verhältnisse. Graf Ludwig von Nassau,derKämpe Gottes" wie ihn Beza nennt, wusste durch unausgesetzteBemühungen die Pfälzer ernstlich in seine weitreichenden und ge-fährlichen Anschläge zu verwickeln. Schon seit dem Winter hattenneben seinem Bruder Johann verschiedene niederländische Partei-gänger in Heidelberg eine bewaffnete Unterstützung Oraniens bean-tragt. 2 ) Es galt vor Allem den Entsatz von Haarlem zu ermög-lichen; auch der Gedanke, Alba selbst in Nymwegen zu überfallen,

1) Leider findet sich über diese Dinge nichts in den pfälzischenAkten; wir sind durchaus auf die Mitteilungen Schombergs (Moser IV,330/1; 337; 360 ff.; 511) angewiesen, die, soviel ich sehe, bisher nurbei |Sngenheim (p. 348 irrig für 351) und Barthold (Baumers histor.Taschenbuch 1849 p. 233; 235; 248) berücksichtigt worden sind.Uncertain personnage", Schombergs Gewährsmann, mit dem er in Frankfurtzusammentraf (Moser IV, 300; 325; 330), ist wohl Johann Casimirs Ver-trauter , der Hauptmann Friedrich Cratz, den Schomberg erst später(p. 401) dem König namhaft macht. -- Johann Casimirs Erbieten, Anjounach der Wahl gegen jedermann zu unterstützen (ebd. p. 325), wird vonKluckhohn unterschätzt (II, 576 A ; Fr. p. 358; 471; ebd. eine Stellebei Moser IV, 389, die auf den Landgrafen geht, irrtümlich auf JohannCasimir bezogen). Tjeber Ehems polnische Beziehungen vgl. seinenBrief an Crato vom 18. Sept. 1573 :Quid ad me scripserit Polonusamicus, suiß vates, ex superioribus litteris meis intellexisti" (Breslau,Stadtbibl.), ferner Kl. II, 704. Heidenstein (Ber. Polonic. libri XII,Frkf. 1672), der übrigens den Kf. Friedrich vor der Wahl an die prote-stantischen Senatoren in Polen zu Ungunsten Anjou's schreiben lässt(p. 31), berichtet, dass der Kf. während der Beise der polnischen Ge-sandtschaft nach Frankreich ihren protestantischen Teilnehmern die Sacheder Hugenotten ans Herz gelegt habecum literis tum voce per Maxi-milianum Skomonsky, qui in aula eius versabatur" (p. 35).

2) So Dietrich "Weyer, dem wir noch öfter begegnen werden, einPrediger Charles, Dr. Gerart Boeth, dann im Sommer der vielberufeneGeistliche PeterDathenus, vgl. Prinsterer I 4, 24; 134; 140; Kl. 11,580.lieber einen Abenteurer und Goldmacher Leonhort von Embbe vgl.Prinsterer I. 4, 71; über die Aufnahme flüchtiger Niederländer in derPfalz ebd. 24.