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1 (1882) 1576 - 1582
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gleichfalls in Heidelberg besprochener Plan, noch zu Anfang desWinters dem Prinzen von Oranien frische Truppen zuzuführen,Hess sich nicht verwirklichen; Zuleger meinte schliesslich, die letzteHoffnung der Niederländer bleibe die Abtretung von Holland undSeeland an England; dann würde mit englischem Geld sich Mann-schaft aufbringen lassen und einer der jungen Pfalzgrafen gern dasCommando übernehmen. Zuleger zweifelte übrigens, ob Englanddarauf eingehen würde. x ) So hoffnungslos ihm die Lage Oranienserschien, so bedenklich machten ihn zugleich die unermüdlichenAnläufe der Franzosen zur Wiederherstellung ihrer pfälzischenBeziehungen.

Im November finden wir Fregoso, der eben mit Ludwig vonNassau verhandelt hatte, von Neuem am kurfürstlichen Hofe; schonwagte die französische Regierung Johann Casimir Pension anzutra-gen, zunächst ohne Erfolg. Aber Kurfürst Friedrich liess sieb dochbestimmen, weitere Verhandlungen mit dem berüchtigten Grafen vonßetz in Metz, dem Sitze seines Gouvernements, anzuknüpfen. DieZumutung freilich , welche Retz sowie der inzwischen nach Heidel-berg gekommene Schomberg stellten, das Bündniss mit Frankreichohne Rücksicht auf die Hugenotten abzuschliessen, wies der Kur-fürst energisch zurück; Gott verabscheue und strafe solche Bünd-nisse, wie die Geschichte des Volks Israel genugsam zeige. Er be-

le conte Palatin, qui prattique, ainsy qu'on m'a nagueres eseript, de lig-uer avee Boy quelques villes imperialles; mais il semble qu'elles neveullent entrer en nouvelle alliance" (chiffrirt). Dies hängt vielleichtmit den am Rhein umlaufenden Gerüchten von französischen Anschlägengegen Strassburg und andere Städte zusammen (vgl. Kl. II, 519; 571)Tatsache ist, dass Friedrich bei den vier evangelischen Orten der Eid-genossenschaft um Verständniss nachsuchte (Friedrich an Zürich, 25. Sept.1572, Za.); hierauf reduzirt sich wohl die aus Besangon nach Spaniengelangte Nachricht, er sei zum Bürger von Bern aufgenommen worden(Prinsterer I. 4, 78*). Kl. (II, 580 A. 3) erwähnt im Zusammenhanghiemit eine unbewiesene pfälzische Tradition, dass Friedrich sich im J.1566 um das schweizerische Bürgerrecht bemüht habe. Sieher ist soviel, dass der Kf. damals, als er einen Angriff von Seiten des Kaisersund seiner andern Gegner befürchtete, bei Zürich und Bern um einSchutzbündniss für diesen Fall nachsuchte (Werbung Zulegers bei Zürich,Juni 1567; Bern antwortete zustimmend, Zürich ablehnend, Za.).

1) Vgl. Zulegers Sehr, vom 8. Nov. 1572 (Prinsterer I. Supplementp. 134* ff., wonach die pfälzische Beglaubigung für den eventuell nachEngland abzufertigenden Dr. Junius bereits vom Kurf. eigenhändig ab-gefasst war.