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1 (1882) 1576 - 1582
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gezeigt. 1 ) Als er mit dem Prinzen nach Deutschland zurückziehenmusste, fand er den Hof seines Vaters in lebhafter Bewegung; siegalt sowohl den verwegenen Plänen der eben erst besiegten nassau-ischen Brüder als der wieder und wieder versuehten Annäherungdes französischen Hofs.

Die eigentliche Seele dieser französisch-niederländischen Prak-tiken war wie vor der Bartholomäusnacht so auch jetzt der kühneGraf Ludwig von Nassau. Gleich nach seiner Niederlage hatte erschon wieder einen grossen Plan fertig, worin ein Bund der pro-testantischen Grafen und Herren am Khein unter kurpfälzischerFührung eine bedeutsame Rolle spielte. Sein Bruder Johann ver-trat diese Vorschläge in Heidelberg, wo er bei Friedrich und JohannCasimir lebhafte Zustimmung fand, und begann dann selbst mit ver-wandten und befreundeten Herren die Sache einzuleiten. 2 ) Ein

1) Die Angabe Prinsterer's über den tätigen Anteil Pf. Christophsam niederländischen Feldzug 1572 ist von Kl. (II, 625 A. 2) mit Unrechtbestritten worden. Am 24. August schrieben die beiden Praillon, fran-zösische Agenten, an Karl IX aus Köln:Le jeune filz du conte Palatinest tousjours avec monsr. le prince d'Orange contre la volunte de sonpere, et dict qu'il n'e:. veult bouger qu'il ne voye la fin de ces guerres"(Pb. V c Colbert 397). Am 29. August berichtet Schomberg dem Königaus Cassel: Pf. Christoph habe zwei Compagnien Reiter eines gewissenBrempt zersprengt (defaict", Prinsterer I. 4, 8*; Näheres teilt Kf.Friedrich in einem Sehr, an "Würtemberg mit, freilich ohne seinen Sohnzu erwähnen, Kl. II, 491/2; Johann von Brembd, der Führer dieserkölnischen Hülfstruppen, war spanischer Pensionär, vgl Granv. VIII, 18).Am 11. Okt. finden wir den Pfalzgrafen mit Oranien zusammen in Köln(Dr. Jung an Baiern, Bonn 15. Okt., Ma. 229/10), ein paar Tage später

in Dillenburg (Prinsterer p. 16*), vor dem 21. Okt. in Heidelberg (Kl.n, 547). Ein kühnes Reiterstück des Pf. vor Mons erzählt La HugueryeI, 136/7; 346.

2) So wenig verlässig La Huguerye namentlich in seinen Datirungenist und so sehr seine Berichte tendenziös gefärbt und im Einzelnenwillkürlich ausgeschmückt sind, so bleibt doch zweifellos, dass er indie Politik der Herren, denen er jeweils diente, tief eingeweiht war.Was er (I, 146 ff.; 150; 158 ff.) über den Plan eines rheinischen Prote-stantenbunds und über Johanns von Nassau Reise nach Heidelberg mit-teilt, stimmt mit den spärlichen Nachrichten, die uns sonst vorliegen, imWesentlichen überein. Ueber Johanns von Nassau Besuch bei Pfalzvgl. Zuleger an Ludwig von Nassau, 3. Dez. 1572 (Prinsterer I. 4, 31;vgl. p. 43*). DieGrafeneinigung" wird uns noch später begegnen;hier sei nur eine Mitteilung Vulcob's (an Karl IX, 8. Nov. 1572, Pb.a. a. O. 397) angeführt, wonach die rheinischen Stände rüsteten,mesme