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1 (1882) 1576 - 1582
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schränkte sich auf das Versprechen gute Nachbarschaft halten zuwollen. 1 ) Ueber diese Verhandlungen wurde Kursachsen fortwäh-rend von Heidelberg aus benachrichtigt und der Kurfürst entschul-digte sich gegen August, er dürfe aus politischen Rücksichten Frank-reich nicht zu sehr vor den Kopf stossen. Auch Johann Casimir,der in Ottweiler persönlich mit Eetz zusammentraf, beeilte sichseinem Schwiegervater brieflich jeden Anlass zum Misstrauen vor-wegzunehmen ; Retz habe ihm durchaus eine königliche Pension auf-nötigen wollen und sei offenbar hauptsächlich desshalb herausgeschicktworden, er habe sich aber auf seinen Vater und auf August be-rufen, ohne deren Zustimmung er keinen derartigen Schritt tunkönne. 2 ) Dies kam allerdings einer völligen Ablehnung gleich.

Nur hatten in Wirklichkeit die Dinge doch ein etwas anderesAnsehen als in den nach Dresden abgefertigten Berichten. Schom-borg konnte mit Recht behaupten, die Zusammenkunft Johann Ca-simirs mit Retz habe dem König mehr genützt als man denkensollte. Der junge Pfalzgraf, der seinem Schwiegervater gegenüberjede ernstliche Verbindung mitdiesen Leuten" in Abrede stellte,versäumte nicht den französischen Hof von Augusts Reise nachWien und von dem Stand der polnischen Wahlfrage in Kenntnisszu setzen. Und Retz, den Johann Casimirs Entgegenkommen be-reits ziemlich sicher gemacht hatte, wagte ihm gegenüber sogarjenes Projekt einer französischen Kaiserwahl wieder aufs Tapet zubringen. In den neuen Instruktionen des Hofs für Schomberg nahm

1) Zuleger a. a. O. 135*:le roy de France sollicite le duc Casi-mir plus que jamais pour l'attirer ä son Service, mais ne veu." Ebenim Nov. 1572 erschien Fregoso zum zweiten Mal in Heidelberg (Kl. II,553 ff.; Exeerpt aus der ihm erteilten Antwort, 7. Nov., bei PrinstererI. 4, 20*. Fr. selbst berichtete,che il conte Palatino gli ha fatto unagratissima cera", Alberi, Vita di Caterina de' Medici p. 403; über seinenVerkehr mit Ludwig von Nassau La Huguerye I, 152 ff.). Die Verhand-lungen pfälzischer Abgeordneter mit Retz fanden Ende November undDezember statt; Johann Casimir war dabei durch einen sehr unwürdigenVertrauensmann, Friedrich Cratz von Scharfenstein, vertreten (Moser IV,401); auch Schomberg und Fregoso waren anwesend. Vgl. Zuleger anGraf Ludwig, 3. Dezember; Retz an Ehern, Metz 12. Dez. (Bm. Coli.Cam. XXXVII f. 9); Depeschen Petrucci's vom 2. Nov., Alamanni'svom 16. Dez. (Desjardins III, 855; 864). Am 3. Dez. finden wir dannSchomberg bereits in Heidelberg (Kl. II , 563). Friedrichs Antwort anRetz, 30. Dez,, Kl. H, 567 ff.

2) Friedrich an August, 13. Sept. 18. Nov. 3. Dez. 1572, Job. Casi-mir an August 3. Jan. 1573 (Kl. II, 501 ff.; 553 ff.; 562 ff.)