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1 (1882) 1576 - 1582
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und den Gesandten der geistlichen Kurfürsten desavouiren. Pfalzwar wieder isolirt.

Was aber den Kurfürsten August vollends zum Kaiser zurück-führte, war die Ueberzeugung, dass er in seinen territorialen Hän-deln, seinem feindlichen Vetter Johann Wilhelm und den Kinderndes unglücklichen Johann Friedrich gegenüber der kaiserlichenGunst notwendig bedürfe. Gerade im Sommer 1572 hatte JohannWilhelm seine Interessen persönlich bei Maximilian vertreten. 1 )Im folgenden Winter fasste August den Entschluss zu einer Reisenach Wien, wo er mit seiner Gemahlin am 14. Februar 1573 ein-traf und den Kaiser nach dessen eigenen Wortenunversehensüberfiel". 2 ) Die Heimlichkeit, womit man sächsischerseits dieseReise umgab der Kurfürst betrat die Hofburg zuerst verkleidetreizte auswärts zu den mannigfachsten Vermutungen; namentlich inFrankreich fühlte man sich durch den auffälligen Schritt unange-nehm berührt.Darüber", schreibt Walsingham, ?, ist Alles einig,dass es sich um Dinge von höchster Wichtigkeit handelt".

In der Tat kamen nicht nur die Interessen der kursächsischenHauspolitik zur Sprache, sondern sämmtliche grosse Fragen,welche damals den Wiener Hof beschäftigten. Vor Allem suchtesich August von dem Vorwurf zu reinigen, als habe er den gewalt-samen Unternehmungen Oraniens irgend welchen Vorschub geleistetTrotzdem erklärte er eine Aenderung des Regiments in den Nieder-landen für unvermeidlich und erbot sich, mit den übrigen Fürsten

1) Ortloff IV, 437; Heshusius, den er mitnahm, bereitete ihm natür-lich durch seine Taktlosigkeit Verlegenheiten (Heppe II, Beilagen p. 139;auch Dr. Jung sagt in dem citirten Sehr.:Weichermassen herzog JohanWilhelm mit seinem propheten alhie wieder abgeraist und in seineneignen Sachen nichts verriebt, das werden on zweifei E. F. Gn vor disemhericht worden sein").

2) Gillet I, 433 und Kl. Fr. p. 403 lassen irrtümlich den Kf. dieReise erst nach dem Tod Johann Wilhelms (f 2. März 1573) antreten.Augusts Ankunft in Wien fällt aber bereits auf den 14. Febr. (Maximi-lian an Albrecht von Baiern, 24. Febr., Mc. Oesterr. Sachen VIII, 158;Bericht des spanischen Gesandten s. u., Johann Casimir an Retz?4. März) ; er blieb dort eine volle Woche, bis zum 21. Febr. Ueber dieterritorialen Angelegenheiten, welche August mit dem Kaiser besprechenwollte, vgl. dasmemoriall, was mit der Kais. Mt. zu Wien mundlichzu reden sein mochte" (D. 8499; citirt im Arch. f. sächs Gesch. III, 301).Für die politischen Verhandlungen während des Besuchs ist meine Haupt-quelle dieRelacion de carta del conde de Montagudo & S. M., de Vienaa ultimo de hebrero 1573" (Wh. Hdachr. 596, Bd. VI, 288, Cop.)