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1 (1882) 1576 - 1582
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tritts zur Türkenliga veranlasst war und die innere Zerrissenheitder deutschen Zustände nur zu deutlich wiederspiegelte. Währenddem Kaiser sowohl der Türkenkrieg als die Berufung eines Reichs-tags abgeschlagen wurde, äusserte sich der confessionelle Gegen-satz, das tief eingewurzelte Misstrauen mit drohender Heftigkeit.Die Pfälzer, die ihrerseits zu Gunsten Oraniens agitirten, wurdenvon geistlicher Seite gewaltsamer Säcularisationspläne beschuldigt. 1 )Dagegen trägt ein von den kaiserlichen Commissaren für ihrenHerrn abgefasstes Memorial unverkennbare Spuren protestantischerund zwar, wie anderwärts geradezu angedeutet wird, pfälzischerEinwirkungen. 2 ) Wenn aber dieses Memorial sich teilweise dieSprache und die Argumente der protestantischen Opposition an-eignet, so bilden die vertraulichen Erklärungen von Sachsen undBrandenburg hiezu den schärfsten Gegensatz. Ihre Vertreter Hessenin der niederländischen Frage die Pfälzer völlig im Stich und ver-sicherten, dass ihre Herren mit Oranien nicht das Geringste zuschaffen haben, vielmehr dem Kaiser zur Einstellung der Kriegs-gewerbe und Herstellung der Ruhe im Reich behülflich sein woll-ten. 3 ) Mit anderen Worten, Kursachsen Hess zu Mühlhausen diebedenkliche pfälzische Politik vor den kaiserlichen Commissaren

1) Ueber den Mühlhauser Tag vgl. Ma. 229/10; der Abschied datirtvom 26. Juli 1572, das interessante Memorial von Philipp Freiherr zuWinnenberg und Lazarus von Schwendi, beim Kaiser angebracht durchden Hofrat Dr. Timotheus Jung, vom 28. Juli; hier heisst es über dieBefürchtungen der Geistlichen:die geistlichen besorgen sich immer zue,als wann die andern nun damit umbgangen , wie sie si gar undertruckenoder ausrotten mechten. Und erzaige sich das maist mistrauen etlichergaistlichen gegen Pfalz, welches aber Pfalz abgesandten auch heftigentschuldigen."

2) Dr. Jung sagt in seinem Bericht an Albrecht »von Baiern, Wien10. Aug. 1572 (ebd. eigh.):Es hett der von Schwendi ein discurs iberdisen abschid gemacht und ein grosse correspondenz mit Pfalz gehalten."Schon auf dem R.-Tag zu Speier sprach Schwendi mit den Kurpfälzernvertraulich über die niederländische Sache und sie fanden ihndesvatterlands freund, auch dem spanischen Eegiment abhold" (die pfälz.Räte an Friedrich, Speier 24 Nov. 1570, Mb. 109/5).

3) Dr. Jung's Sehr, vom 10. August a. a. O.; weitere AeusserungenJungs teilt ein bairischer Agent dem Herzog mit (ebd ). Ueber dieherbe Kritik der pfälzischen Politik von Seiten Augusts vgl. Kl. II, 515A. 1; 634 ff.; in seinem Sehr, an Friedrich vom 10. Okt. sagt er u. a.:so ist uns alle zeit zuwider gewesen, das man sich in Deutschland mitsolchen auslendischen practicanten behengt und so gemein gemacht hat."