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1 (1882) 1576 - 1582
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Pius V. hatte den Herzog Cosimo von Medici eigenmächtig zumGrossherzog von Toskana erhoben und (am 5. März IE?70) in Korngekrönt, ohne sich um den Protest des kaiserlichen Gesandten zukümmern. Maximilians Erbitterung wurde durch den Uebermutdes Papstes noch gesteigert, der sogar von der Anwerbung deut-scher Landsknechte gegen den Kaiser gesprochen haben soll.*)Dafür erging sich der Kaiser zu Speier einem englischen Abge-sandten gegenüber in den schärfsten Ausdrücken; er denke denfrechen Bischof von Rom zum apostolischen "Wandel zurückzuführen;bei einem Kriegszug nach Rom würden ihn die deutschen Fürstennicht im Stiche lassen. 2 ) Wirklich finden wir die deutschen Pro-testanten bald darauf in diesen Handel verwickelt, der aber wenigerim Reich als am französischen Hof getrieben wurde. Gerade diePfälzer ergriffen die neuen freundschaftlichen Beziehungen zurKrone Frankreich mit einer Lebhaftigkeit, zu der die sächsischeZurückhaltung den schärfsten Gegensatz bildete.

In Paris drängten sich seit dem Frieden von.St. Germain dieIntriguen um Heiraten, Bündnisse, Kriegspläne, worin jetzt auch dieHugenotten ihre Hand hatten. Katharina von Medici dachte bereitsan die verhängnissvolle Verbindung ihrer jüngsten Tochter mit demkünftigen Haupt der Reformirten, Heinrich von Navarra. Gleich-zeitig nahm der französische Hof seinen früheren Plan einer sächsi-schen Heirat wieder auf. Einer seiner deutschen Pensionäre, der Grafvon Barby, wagte es im Sommer 1570 beim Kurfürsten August dieYerlobung der Prinzessin Dorothea mit dem jüngsten Valois, Franz vonAlengon anzuregen. Er wusste den Einwendungen Augusts, der sichmit Missvergnügen an das Scheitern jenes ersten Projekts erin-nerte, geschickt zu begegnen und ein paar Monate später schien esnur noch der Sendung eines vornehmen und gewandten Bevollmäch-tigten zu bedürfen, um die Sache in Richtigkeit zu bringen. 3 ) Etwa

1) Thuanus XL VI. 16.

2) Cobham an Burghley. Speier 17. Sept. 1570 (Oal. of St. P.156971 p. 339). Zasius hatte schon im J. 1568 gegen einen pfälzi-schen Rat eine ähnliche drohende Aeusserung über Rom getan (Kl. II, 255).

3) Vgl. den Bericht des Gesandten Vulcob an Karl IX. 3. Aug.1570 (Pb. V c Colbert 397; vgl. Prinsterer I suppl. 111*) über dasVorgehen und den Erfolg Barby's, der übrigens beifügte,que si c'estchose, laquelle V. M. voulust faire, il ne faudroit longtems attandre",