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1 (1882) 1576 - 1582
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um die nämliche Zeit begannen die Verhandinngen über die Ver-mählung Heinrichs von Anjou, der zuerst von hugenottischer Seiteals Bewerber um die Hand derjungfräulichen Königin" auser-sehen wurde. Der Gedanke ihrer Verbindung mit dem ErzherzogKarl war damals in England und in Oesterreich so gut wie aufge-geben. Gerade die antihabsburgische Tendenz wurde von den Ver-tretern einer französisch-englischen Verbindung geltend gemacht. 1 )Diese Tendenz lag ja überhaupt der politischen Umgestaltung zuGrunde, für welche Hugenotten und katholische Politiker den Hofzu gewinnen strebten.

Kurz nach der Vermählung Karls IX. mit der ErzherzoginElisabeth erschien die feierliche Legation der protestantischen Fürstenam königlichen Hoflager; sie fand den freundlichsten Empfang. IhrSprecher, der Franzose Languet, der in Deutschland eine zweiteHeimat gefunden hatte, erging sich neben den Glückwünschen fürdas königliche Paar ganz offen über die Notwendigkeit religiöserDuldung und die Praktiken desBischofs von Rom" und versicherteden König im Namen der deutschen Fürsten ihres kräftigen Bei-stands gegen jeden Friedensbrecher. 2 ) Die Antwort des Königs

da jene Prinzessin auch von Würtemberg und Pommern ins Auge gefasstsei. Am 10. Okt. schreibt dann Barby an Vulcob, man müsse durcheinenhomme de qualite" dem Kf. jenen immer noch vorhandenen Ver-dacht benehmen und dann die Werbung anbringen lassen; hierüberschreibt Vulcob an den König, aus Kaiserslautern 19. Okt. Einpaar Monate später erklärte dann K. Katharina den sächsischen Ge-sandten Languet und Czeschau, jener Gedanke einer Verbindung Karls IX.mit Elisabeth von Sachsen sei vom Rheingrafen u. a. ohne ihren unddes Königs Auftrag beim Kf. angeregt worden; sie hätten allerdings aneine sächsische Heirat Anjou's gedacht, da aber jetzt Johann Casimirzuvorgekommen sei,regem et se inituros aliam rationem coniungendise cum V. Cels., si modo per ipsam steterit" (die Gesandten an Kf.August, Paris Jan. 1571, Scholz, Hubert Languet, Halle 1875, p. 50;61/2; hier findet sich p. 34/5 ein näherer Beleg für die ersten Anregungenim Jahre 1565, vgl. oben p. 22 A. 1).

1) Vgl. z. B. das interessante Sehr, des Vidame de Obartres anMontmorency, Okt. 1570 (Arch. des miss. scient. III. 3, 610 ff.).

2) Das Citat bei Kl. II , 408 A. 1 ist dahin zu berichtigen, dassbei La Mothe (Cooper) VII, 169 ff. wohl die Antwort des K., nicht aberdie Rede der Gesandtschaft im Wortlaut gegeben ist. Beide Stücke sindwohl zuerst gedruckt zusammen mit:La Harangue que feit le roy amessieurs de la court de parlement le lundy douziesme jour de mars1571", ohne Druckort, M. D. LXXI. 4°; neuerdings bei Chevreul, H. Languet(Paris 1856) p. 220 ff.