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1 (1882) 1576 - 1582
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Die evangelischen Stände hatten aber wirklich allen Grundauf ihrer Hut zu sein. Die vornehmsten Artikel der kaiserlichenProposition wollten, ganz im Sinne jener Landsberger Bundes-projekte, jede fernere Verbindung der deutschen Protestanten mitihren auswärtigen Glaubensgenossen unmöglich machen und gleich-zeitig eine Verstärkung der kaiserlichen Gewalt erzielen ; jede aus-ländische Werbung im Reich ohne Bewilligung des Kaisers sollteverboten, ferner zur Förderung künftiger Reichsexekutionen einGeneralobrister aufgestellt und Reichszeughäuser und Kriegskassenin den einzelnen Kreisen angelegt werden. *) Vollends bedrohlicherschienen die Nebenfragen, wie die Teilnehmer des letzten fran-zösischen Zugs zu bestrafen seien, und ob man einem Reichsstand,der einen fremden Potentaten grundlos beleidigt und zum Angriffherausgefordert habe, von Reichs wegen Hülfe leisten müsse. Einweiterer Artikel, wie den Sekten im Reich zu begegnen, war gleich-falls zur Aufnahme in die Proposition bestimmt, blieb jedoch weg,als die erwartete Niederwerfung der Hugenotten nicht eintrat. 2 )

1) Dieser Gedanke, das Kriegswesen des Reichs in centralistischemSinne umzugestalten, besass seinen hervorragendsten Vertreter in Lazarusvon Schwendi, der seit dem Frankfurter Dep.-Tag (s. o. p. 63) alsObrister Leutenant des Kaisers seinen Aufenthalt am Oberrhein genom-men und bereits das Misstrauen der Protestanten erregt hatte (.vgl.Häberlin VIII, 105; 374; Lang. Car. I, 116; 118; 121 ff.: A. Schumacher,Gelehrter Männer Briefe an die Könige von Dänemark III, 258/9). Inder Depesche des venezianischen Gesandten aus Wien vom 16. März 1569heisst es:La M li sua e consigliata d'armarsi ancor lei, cioe di procurard'haver sempre in - a suo nome et requisitione un buon numerodi gente, pagate pero dall'imperio." (Ven. Cop.) Am 21. Sept. schreibtDr. Bernhard Botzheim an Kf. Friedrich aus Strassburg: Schwendi klagezwar über die ihm lästige Deputationshandlung, etliche glauben aber,das berurt werk von niemands meer als eben durch ine regiert undgetriben werde" (Mb. 131/1); letzteres wird bestätigt durch ein Sehr.Schwendi's an Baiern über die nicht länger zu duldende schädlicheFreiheit des deutschen Kriegsvolks,Kürnshaim" 24. Jan. 1570. (Ma.284/13 Or.)

2) Friedrich an August, 18. Nov. 1572 (Kl. II, 557). Schon vordem Erfurter Tag , in der Beratung vom 27. Aug. 1569 sagte Ehern:reichstags halben auch zu handien, daB man für einen man stehe.Sachsen hat auch sich hörn lassen, wan Cesar de religionehandien will, sie nichts tun wollen" (IIa. 544/8 f. 503). DerKaiser interessirte sich lebhaft für das von Andrea betriebene Concordien-werk, wie dieser selbst am 31. März 1570 dem Landgrafen schrieb:dan S. Ro. k. Mt. nichts lieberes sehen , dann das ins reich wo nicht