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wie August einmal treffend bemerkte, ohne Spanien „so viel alsnichts."
Im Ausland konnte man sich nicht dabei beruhigen, dassKursachsen bei seiner dominirenden Stellung nichts weiter als dieErhaltung des Religionsfriedens und die Sicherung seines eigenenterritorialen Besitzes anstreben sollte. Man traute dem Kurfürsteneinen höheren Ehrgeiz zu; die römische Krone musste einmal seinpolitisches Ziel sein und in Polen wollte man sogar bereits wissen,dass August dieses Ziel durch Gründung einer dänischen Kurwürdeund Verbindung mit der emporstrebenden Macht des Moskowiterszu erreichen gedenke. 1 )
Bedeutend näher kam man der Wahrheit, wenn man von einerLiga der weltlichen Kurfürsten sprach. Als Kurfürst August imSommer 1570 die Familienverbindung mit den Pfälzern schloss, 2 )erschien er wirklich wie das Haupt eines Bundes, der die deut-schen Protestanten mit geringen Ausnahmen vereinigte und dem
10. Nov. 1570 (Sugenheim p. 577 A. 17); Alba an Philipp, 15. Jan.,14. 30. Dez. 1570, 7. Juli 19. Okt. 1571; Philipp an Alba 16. April 1571(Gachard II).
1) Droysen, Gesch. der preussischen Politik IL 2, 443 ff. (Mitteil-ungen aus dem Berliner Archiv über polnische Werbungen bei Branden-burg Herbst 1570).
2) Die Hochzeit war inzwischen wiederholt verschoben worden, wasbereits Aufsehen gemacht und zu der Vermutung Anlass gegeben hatte,die Sache werde wieder zurückgehen; vgl. Granvela an Grobbendoncq,19. Febr. 1569 (Gachard, corr. de Philippe II, 65); Christoph Mundt anBullinger, Strassb. Dez. 1569 (Parker Society Bd. V: Zürich letters,II series no. 67); Charles de Harlay an Camerarius, Strassb. 28. Dez. 1569;5. Jan. 1670 (Bm. Coli. Camerar. XIV). Am 4. Nov. 1569 schreibt Kf.August an Baiern, der Hochzeitstag seiner Tochter sei wegen des Zu-stands seiner Gemahlin noch nicht bestimmt. (Ma. 401/8 f. 263 eig.)Ueber die schliesslichen Verabredungen vgl. Kl. II , 395 A. 1. — Wasdas ursprüngliche Zustandekommen der Verlobung betrifft, so mag hierzur I'rgänaung der oben p. 42 A. 1 gegebenen Belege noch folgendeNotiz aus einem Heidelberger Sehr, (in einer Zeitung vom 19. Dez. 1568,Ma. 285/2) nachgetragen werden: „das man am sachsischen hoff keinhofnung mehr habe, das sich der künig in Frankreich mit hochbemeltschurfürsten [tochter] verheurat. Man meint, disser heurat werde beidechurfürstentumb nutzer sein, insonderheit diewill der elter des churf.pfalzgraven sühn herzog Ludwig noch kein sühn haben soll."