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1 (1882) 1576 - 1582
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Standpunkt, den er eben noch in den Unionsverhandlungen mitEngland eingenommen hatte. Mit Recht erinnerte ein pfälzischerRat daran, dass die Stellung des Kurfürsten teilweise durch un-vorsichtige Reden seiner eignen Leute so schwierig gemacht werde;da äussere man öffentlich, der Religionsfriede sei nichts nutz, manmüsse die Pfaffen verjagen. Immerhin beschloss man jetzt, die Be-denken gegen das Landsberger Projekt in einer Kursachsen keines-falls verletzenden Form auszusprechen. Die Antwort fiel also nichtunbedingt abweisend, sondern, wie August rühmte,freundlich undbescheiden" aus. Der Verdacht, Pfalz habe sich allein mit Eng-land eingelassen, wurde in Dresden durch eine ausdrückliche Er-klärung Friedrichs beseitigt.

In ihren vertraulichen Beratungen führten die Heidelbergerfreilich eine andere Sprache. Vor Allem fehlen da nicht dieArgumenteaus Gottes Wort", die man nach aussen diesmal nichtanzuwenden für gut fand; so meinte der Kanzler Probus, gegendie Zulässigkeit solcher Bündnisse spreche schon der Vers deszweiten Psalms: die Könige und Fürsten sammeln sich contradominum et Christum eius; und als Saul Gott verliess und mitFremden Bündniss machte, da habe Gott ihn auch verlassen undDavid erwählt. 1 ) Politisch betrachtet erklärte er das Projekt füreinen Pfaffenbund undein österreichisch Werk". Und dass eineverstärkte Sicherung der katholischen, vor Allem der geistlichenStände in ihrem Besitz sowie die völlige Trennung der deutschenvon den ausserdeutschen Protestanten notwendige Folgen des neuenBundesverhältnisses sein würden, konnte ernstlich kaum bestrittenwerden. Es handelte sich, wie Friedrich sagte, nur darum,dieGlieder Christi von einander zu reissen." Aber wenn die Pfälzeranfangs besorgten, Sachsen wolle entweder ihre bedingungsloseNachgiebigkeit erzwingen oder die Gelegenheit ergreifen sich künf-tig von ihnen loszusagen, so taten sie August doch Unrecht.Nachdem er durch jene erste Gesandtschaft den Heidelbergern dieGefahr einer Isolirung wohl absichtlich so derb vorgehalten hatte,dass sie in ihrer Antwort die von ihm gewünschte Vorsicht wirklichbeobachteten, suchte er wieder zu beruhigen. Im März und April1570 erschien Berlepsch noch zweimal in Heidelberg, um diesächsische Aufforderung in milderem Ton zu wiederholen und ver-traulich zu erklären, Sachsen handle nur im Interesse der Pfalz

1) Dagegen verwies Dr. Pastor auf das Bündniss zwischen Davidund dem ungläubigen König Hiram (Ma. 544/9 f. 100).

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