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1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
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Kursachsen entweder mit andern streng lutherischen Ständen oderallein zum Eintritt in den Landsberger Bund zu bestimmen unddamit den deutschen Protestantismus politisch lahm zu legen.

Dieser Landsberger Bund, eine ursprünglich rein süddeutscheund confessionell gemischte Schutzvereinigung weniger Reichsstände,war von König Ferdinand im Jahr 1556 gegründet und hatte schonbald nach seiner Entstehung versucht, ansehnliche protestantischeFürsten und namentlich Kursachsen und Brandenburg beizuziehen.Aber er galt schon damals den eifrigen Protestanten für einenPapisten- oder Pfaffenbund", wie er auch später zum Anknüpfungs-punkt für ligistische Versuche und zum Vorbild der katholischenLiga Maximilians von Baiern gedient hat. 1 ) Im Jahr 1569 nahmnun Albrecht von Baiern, der ständige Bundeshauptmann, jenenGedanken einer Erweiterung wieder auf und zwar unmittelbar ver-anlasst durch den Zug des Pfalzgrafen Wolfgang und die angeblicheAbsicht von Kurpfalz und Kursachsen das Reich gegen Spanienund Frankreich in Verteidigung zu setzen. 2 ) Die offizielle Anre-gung scheint auf dem Bundestag vom Februar März 1569 durchden Vertreter der Stadt Nürnberg geschehen zu sein, der auf dasMisstrauen der Protestanten gegen den Verein und auf dessen eigeneSchwäche hinwies. Die ersten Schritte Herzog Albrechts trafenmit dem Frankfurter Deputationstag zusammen, wo die Katholischeneben einen Vorteil errangen; gegen die heftige Opposition der Pfälzerwurde beschlossen, zur eventuellen Abwehr des in Frankreich weilen-den deutschen Kriegsvolks die benachbarten Kreise aufzumahnen undden Kaiser als Geueralobristen anzunehmen. 3 ) Kursachsen hatte seinen

Jesuitenprovinzial (Hosii Opp. II, 296 ff.; vgl. A. Eichhorn, Cardinal Ho-sius II, 442 ff.; 517/8).

1) Vgl. über den Landsberger Bund Kl. II, 379 ff.;. Kugler II, 5;184 ff.; Stieve, Briefe und Acten zur Gesch. des 30jährigen Krieges IV,4 ff., wo namentlich die Ueberschätzung der Bedeutung des L. Bundeszurückgewiesen wird.

2) Vgl. den Abschied des Einigungstags vom 7. März 1569 (Stumpf,dipl. Beytrag zur Gesch. d. L. B. p. 49 ff.). Die angebliche Absicht Kf.Friedrichs, einen Reichskrieg gegen Frankreich zu veranlassen (vgl.Albrecht an Truchsess, 3. März 1569, Wimmer p. 91; Alba an Philipp,31. Mai 1569, Coleccion XXXVIII, 105) reduzirt sich auf die fruchtlosenpfälzischen Bemühungen, den Exzessen Aumale's gegenüber bei den be-nachbarten Kreisen sowie bei den einzelnen befreundeten Fürsten Kriegs-bereitschaft, eventuell auf Kosten des Reichs, durchzusetzen.

3) Häberlin, Neueste Teutsche Reichs-Geschichte VIII, 89 ff.;Kl. n, 324 ff.