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1 (1882) 1576 - 1582
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Mit Mühe brachten die Pfälzer wenigstens die Bewilligungeines evangelischen Convents zu Stande, der am 8. September inErfurt zu tagen begann. Neben den englischen Anträgen sollteauch die Werbung eines hugenottischen Gesandten in Beratung ge-zogen werden; sie ging auf einunwiderrufliches" Schutz- undTrutzbündniss mit den deutschen Pursten und hatte ausser-dem gleichfalls die Beizieliung von England und Schottland, dennordischen Reichen, den deutschen Reichs- und Hansestädten insAuge gefasst. d ) Dieser Bündnissvorschlag, der selbst den Pfälzernbedenklich schien, wurde natürlich abgelehnt, aber auch das eng-lische Anerbieten, ja selbst der Gedanke einer engeren Correspon-denz innerhalb des Reichs fand keine Gnade. Die Pfälzer musstensich damit begnügen, dass man ihnen das Präsidium zugestand undüberhaupt freundlich begegnete, aber sie bekamen doch zu hören,dass die A. C. Verwandten sich mit den englischen Calvinisten nichtverbinden könnten, und standen ganz allein der kleinlichen Reichs-treue aller übrigen Teilnehmer gegenüber. Ein offizielles Dank-schreiben an Königin Elisabeth sollte als Grund der Ablehnungangeben, man fühle sich durch den Religionsfrieden hinlänglich ge-sichert und dürfe den katholischen Mitständen keinen Anlass zumMisstrauen, und Gegenbündniss geben. Die gleichen Argumentebrachten auch den Vorschlag einer deutschen Correspondenz zuFall. Vergebens hofften die Pfälzer durch interessante Aufschlüsseüber den französischen Angriffsplan vom letzten Frühjahr '*) jene

1) Auszug der Instruktion des Gesandten Vezines bei Kl. II, 354/5;vgl. Languet's Sehr, vom 15. Juni 1569 (Are. I, 101/2).

2) Ueber Peter Clar's Aussagen vgl. Kl. II, 310 ff.; Ma. 544/6f. 214 ff.; er wurde am 22. Mai 1569 zu Weisenau bei Mainz aufge-griffen (Languet Are. I, 99; vgl. Ortloff IV, 404, wo aber Ort und Da-tum Dicht richtig wiedergegeben sind). Das wiederholt citirte Verz. fran-zösischer Pensionäre erwähnt ihn am SehlusB:Petre Clair, qui sera temide fere porter a ses despens aux colonnelz et cappitaines de pistolliersles lettres que le roy leur escripvra "VI 0 livres"; vgl. Ortloff 1,163;II, 58 ff.; Kl. I, 384; Archiv f. sächs. Gesch. V, 67. Kurz vor Clar'sVerhaftung war ein anderer Agent, der sieur de Luz, von deutschenReitern, die ihre französische Bezahlung noch nicht erhalten hatten, nie-dergeschossen worden, vgl. Friedrich an August, 21. April 1569; bei ihmfanden sich gravirende Aufzeichnungen über die französischen Praktiken(Kl. II, 308 ff.; Neudecker II, 177; Calendar. p. 68). Die Deutschennennen ihn Ludwig von Bar oder Luois, während er in französischenBriefen als s r de Luz erscheint. Am 6. Mai 1569 schrieb Pf. Georg vonSimmern an Karl IX., er habe sicher ermittelt, dass de Luz durch einige