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1 (1882) 1576 - 1582
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dass auch jetzt noch ein friedlicher Rückzug für seinen Herrn undfür ihn sehr einträglich sein würde. 1 ) Wolfgang sah sich damalsohnedies durch seine ernstliche Erkrankung heinahe zur Umkehrgenötigt. Aber um das völlige Scheitern des Unternehmers zu ver-hüten, hielt er aus, obwohl er das Schlimmste befürchten musste.Die ungewohnte Aufregung des Feldzugs tat das Uebrige; er hatte,wie er einmal sagte, zwei starke Feinde zur Seite, den Tod undden von Aumale. Als er die Loire überschritten hatte und sich inder Nähe von Limoges befand, verliessen ihn die Kräfte; Coligny,der zur Begrüssung des Verbündeten herbeieilte, fand ihn im Todes-kampf (11. Juni). Aber das Hauptziel, die Vereinigung der pro-testantischen Streitkräfte war erreicht, die hugenottische Sache ausschwerer Gefahr gerettet. So hat Wolfgang von Zweibrücken, derehemalige Todfeind derSekten", im Dienst des französischen Cal-vinismus sein Leben eingesetzt. Wenige Monate später empfingein anderer lutherischer Reichsfürst, Philibert von Baden, als Offi-zier des Königs bei Montcontour die Todeswunde.

Inzwischen bemühten sich die Heidelberger unverdrossen, einenNachzug" unter Johann Casimir und ein evangelisches Bündnissmit England zu Stande zu bringen. Wirklich kam im April 1569ein englischer Gesandter, Heinrich Killegrew nach Heidelberg, aberseine Werbung Hess von vornherein das Misstrauen seiner Regierunggegen die deutsche Behandlung politischer Geschäfte durchblicken.Dem gegenüber konnte die unsichere Haltung der Pfälzer, dieeinerseits ihre politischen Ziele viel zu hoch steckten, andererseitsim Reich keinen Verdacht erregen wollten, nur ungünstig wirken.Die englische Forderung, vor Allem die Garantien für die vorzu-schiessenden Summen genau zu bezeichnen, scheint nicht erfülltworden zu sein; auch begnügte man sich nicht damit, die Unter-stützung Wolfgangs durch einen Nachschub deutscher Truppen zubeantragen, sondern erklärte sehr zum Ueberfluss, Johann Casimirwerde solang im Feld bleiben, bis er "die Religionsfreiheit inFrankreich und die Vertreibung der Spanier aus den Niederlandendurchgesetzt, Metz wieder deutsch und Calais wieder englisch ge-macht habe. 2 ) Den ganzen Sommer und Herbst, ja noch bis insfolgende Jahr erhielten sich die Gerüchte von seinen Rüstungen;

1) Die Unterredung fand am 16. April 1569 in Verdun statt; vgl.Sehlichtegroll p. 75 ff.; Kl. II, 312 A. 1.

2) Killegrew's Berichte vom 11. 16. 23. April und 12. Mai 1569 (Ca-lendar 1569 71 p. 58/9; 62/3; 65; 72/3); seine Werbung und Beant-wortung Kl. II, 302 ff.