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1 (1882) 1576 - 1582
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Während die sich sammelnden Reiter des Pfalzgrafen und dasaus Frankreich kommende Kriegsvolk Oraniens den Elsass und diebenachbarten Bistümer *) gräulich verwüsteten, schienen die Fran-zosen dem neuen Angriff zuvorkommen und für die früherendeutschen Invasionen Rache nehmen zu wollen. Der Herzog vonAumale, der seit Herbst 1568 in der Champagne Stellung genommenhatte, näherte sich zu Anfang des Winters der Reichsgrenze undbegann veldenzisches, kurpfälzisches, strassburgisches Gebiet alsFeindesland zu behandeln. Vergebens wandten sich die Betroffenenan den Kreis, an die Nachbarfürsten, an den Kaiser; vergebensversicherte Kurfürst Friedrich, Frankreich wolle seine Grenzengegen den Rhein vorschieben. Bei der kläglichen Wehrlosigkeitdes Reichs wie der Einzelterritorien und vor Allem bei dem uner-schütterlichen Egoismus sämmtlicher Stände, die selbst noch nichtberührt waren, hätte ein französischer Vorstoss alle Aussicht aufErfolg gehabt. Wirklich bekannte kurz darauf ein verhafteter fran-zösischer Emissär, man sei am Hofe mit einem AnschlagzurEroberung von Deutschland" umgegangen. Die Franzosen hattenauch Spanien nicht nur dringend um Hülfstruppen gegen 'WolfgangsAngriff ersucht, sondern auch durch den Cardinal von Guise inMadrid angedeutet, sie wollten Zweibrücken wegnehmen. AberPhilipp ging auf den letzteren Vorschlag gar nicht ein, da ihm, wieer an Alba schrieb, eine solche Ausdehnung der französischenHerrschaft gegen den Rhein hin durchaus unerwünscht war. a )

womit K. Elisabeth in einem Gespräch mit dem zweibrückischen Ge-sandten (21. Oktober) die Geldfrage behandelt, spricht dafür, dass siewenig oder nichts gegeben hatte und auch weiterhin nichts geben wollte;sie meinte, die deutschen Fürsten müssten anfangen, und nannte denKf. Friedrichun bon gardeur de ces coffres" (Schlichtegroll p. 81).Ueber die hugenottischen Verschreibungen , deren TJnzuverlässigkeit einzweibrückischer Rat bitter beklagt (ebd. p. 108), vgl. Bachmann p. 28;31 ff.; über W.'s vergebliche Versuche von der Stadt Strassburg einDarlehen zu erhalten, Languet Are. I, 86.

1) Man brachte die Verwüstung des Bistums Strassburg damit zu-sammen, dass Pf. Reichard sich dafür habe rächen wollen, dass er beider Bischofswahl durchgefallen sei (Lang. Are I, 80; ad Camerarium p. 72).

2) Am 14. Juli 1569 bekannte der verhaftete Agent Peter Clar u. a.,man habe am hoff vill närrischer anschlege gehabt, und sonderlich pourla conqueste d'Almaigne" (Ma. 544/8 f. 226; NähcreB bei Kl. II, 310 ff.).Ueber das wahre Verbältniss zwischen Frankreich und Spanien vgl. dieSehr, des Cardinais von Lothringen vom Jan. und Febr. 1569 (bei deCroze, les Guises I, 335) und vor Allem das Sehr. Philipps an Alba vom18. Febr. (Coleccion XXXVII, 553 ff.)