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1 (1882) 1576 - 1582
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tracht gezogen worden ist. Ehe die deutschen Rüstungen fertigwaren, musste Oranien, in den Niederlanden unglücklich, auffranzösischen, von da auf deutschen Boden entweichen; man dachtean einen vereinigten Zug seiner und der pfälzischen Armee längsder nordfranzösischen Grenze, um zunächst Calais für Englandwegzunehmen. *) Aber die englische Regierung wollte weder mitFrankreich noch mit Spanien offenen Krieg und scheint in dieWaffen der deutschen Fürsten wie Oraniens geringes Vertrauen ge-setzt zu haben.

Seltsamer Weise trat jetzt der frühere Calvinistenfeind Wolf-gang von Zweibrücken in die Fussstapfen seiner Heidelberger Vet-tern, die er sogar für den Augenblick an kriegerischem Eifer über-bot. Dass Johann Casimir ursprünglich sich selbst an die Spitzeeiner neuen Expedition hatte stellen wollen, ergibt sich mit Sicher-heit aus jenen englischen Verhandlungen. 2 ) Das Zögern Englandsund das entschiedene Vorgehen Wolfgangs, der schon im Septem-ber 1568 mit einem Conde'schen Gesandten den Vertrag auf Zu-führung von 22000 Mann abschloss, 3 ) scheint die Kurpfälzer inden Hintergrund gedrängt zu haben. Neben der Abneigung sichohne hinreichende finanzielle Deckung von Neuem einzulassen,dürfte übrigens auch die Rücksicht auf Kursachsen in die Wag-schale gefallen sein; wenigstens wurde dieses Moment in den fol-genden Verhandlungen Friedrichs mit dem englischen GesandtenKillegrew stark betont, den man sogar veranlasste, seinen Aufent-halt in Heidelberg abzukürzen, um jeden unliebsamen Verdacht zuvermeiden.*) Friedrich versicherte nachmals offiziell, er habe dem

undles ennemis de l'evangille sont aussi despartis au mandement duroy pour le joindre ä son camp pres d'Orleans et d'Estampes" (vgl.Soldan II, 335) in den September 1568. Die Vorschläge sind wunderlich,z. B. Einnahme von Besancon, Lyon, Avignon, Marseille u. a. Plätzen.

1) Der Gesandte de La Mothe erhielt Nachricht, die deutschenFürsten hätten der Königin den Vorschlag gemacht,que, quant le ducde Deux Pontz et le prince d'Orange seront joinetz, qu'ilz viendront lelong de la Picardye et du pays d'Arthois pour assieger le dict Callais"(La Mothe I, 100).

2) Vgl. die ausdrückliche Erklärung Friedrichs am 14. April 1569(Kl. n, 306).

3) Wolfgang trat im August 1568 gleichzeitig in Verhandlung mitEngland und mit den Hugenotten (J. H. Bachmann, Herzog WolfgangsKriegs-Verrichtungen, Mannh. 1769, p. 18; Cal. of St. P. 1566-68 p. 523).

4) Killegrew an Burghley, 11. 16. April 1569 (Calendar 156971p. 68; 73); vgl. über das erstere Moment eine Zeitung vom 19. Dez. 1568(Ma. 285/2).