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1 (1882) 1576 - 1582
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sivbündnisses der Königin mit den deutschen Protestanten. Wich-tiger und dringender war den Pfälzern jedenfalls das Ansuchen,die Königin möge Bürgschaft für eine Summe von 800000 Gul-den leisten, womit die Kosten eines grossen Unternehmens widerdie Feinde des Evangeliums gedeckt werden sollten. Der Gesandtesah sich jedoch veranlasst diese Forderung bedeutend herabzu-stimmen; Johann Casimir würde auch für ein paarmal hundert-tausend Kronen entweder den besondern Zwecken der englischenPolitik oder der gemeinen Sache sein Schwert zur Verfügung ge-stellt haben. Mit einem _ Unternehmenim besondern Dienst derenglischen Krone" kann kaum etwas anderes gemeint sein als derAnschlag zur Wiedereroberung von Calais, woran man damals inEngland, angeregt durch den französischen Bürgerkrieg, ernstlichdachte. l ) Ueberhaupt war im Lauf des Jahres die Stimmung für diefestländischen Protestanten bedeutend günstiger geworden, so dassdie Königin zwar nicht auf die pfälzischen Anträge ohne Weitereseinging, aber doch dem Vertreter des Kurfürsten Dr. Junius keineganz abschlägige Antwort und sogar einen englischen Gesandten alsBegleiter auf die Heimreise mitgab.

Junius hatte übrigens keineswegs allein operirt; mit ihm zu-sammen drangen Gesandte der Hugenotten, Oraniens und des Pfalz-grafen Wolfgang auf die Unterstützung einer kriegerischen Politik,die, ursprünglich auch die Niederlande ins Auge fassend, nach demunglücklichen Ausgang von Oraniens Feldzug sich mit voller Kraftgegen Frankreich wandte. Ein merkwürdiger hugenottischer Kriegs-plan, der noch vor dem Einmarsch Oraniens in die Niederlandeabgefasst ist, denkt sich den Angriff des Letzteren auf Alba com-binirt mit einem deutschen Vorstoss zu Gunsten der Hugenotten;er spricht von einem oder mehreren deutschen Fürsten und schlägtdieser Hülfsarmee einen Marsch durch die Freigrafschaft undDauphine bis in die Provence und von da hinüber nach Languedocvor; 2 ) ein abenteuerlicher Plan, der wohl kaum ernsthaft in Be-

1) Kl. II, 270/1; 304 ff. Vgl. über den Anschlag auf Calais dieSehr, des franz. Gesandten in London La Mothe Fenelon an den Königvom 15. Dez. 1568 und 6. Jan. 1569 (Corresp. diplomatique de La MotheFenelon I, 45 ff.; 91/2); Froude IX, 355 ff. Auch der spanische Ge-sandte erwähnt den pfälzischenAgenten" Doctor Junio in einem Sehr.an Alba, Dez. 1568 (Coleccion XXXVII, 509 ff.).

2) Dieses Schriftstück, unterzeichnet Barnaud (in der deutschenAufschrift:Capitayne Bernauds bedenken", Ma. 544/13 f. 224) gehörtnach den Stellen:monseigneur le prince a l'entree libre en Flandres"

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