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gesprochen.*) Andererseits nahm auch Johann Casimir, der von derenglischen Sendung nicht rechtzeitig Kenntniss erhalten hatte, dieSache anfangs kühl und misstrauisch auf. ? ) Ebenso erfolgloswaren die pfälzischen Bemühungen, bei einzelnen protestantischenReichsfürsten wenigstens eine finanzielle Unterstützung Oraniensdurchzusetzen; Friedrich allein half mit einer namhaften Summeaus, wie der Schatzmeister des Prinzen nachmals den Spaniern impeinlichen Verhör bekannte. 3 ) Dieser Schritt des Kurfürsten istumsomehr anzuerkennen als er eben erst für den HugenottenkriegGeldopfer gebracht und die unangenehmen Verhandlungen über dieseinem Sohn geschuldeten Rückstände als warnendes Beispiel vorAugen hatte.
Die Vermutung der Spanier, dass Johann Casimir sich persön-lich dem Kriegszug Oraniens anschliessen werde, 4 ) bestätigte sichallerdings nicht. Dagegen scheint der junge Pfalzgraf seine Blickewieder nach Frankreich gerichtet zu haben, wo die Erneuerungdes Bürgerkriegs nicht lange auf sich warten Hess. Während ver-schiedene hugenottische Gesandte in Heidelberg über die Tyranneides Cardinais von Lothringen Klage führten und schon im Augustum wiederholte Hülfe mit Geld und Volk ersuchten, unterliess auchder König nicht, Johann Casimir au sein zu Ungunsten der Huge-notten gegebenes Versprechen zu erinnern. Der junge Pfalzgrafwies aber die Mahnung energisch zurück, indem er sich auf dieschmähliche Missachtung des Pacificationsedikts stützte. Schon imJuli hatte Friedrich einen andern Gesandten nach England abge-fertigt; nominell stand in erster Linie die Anbahnung eines Defen-
1) Cirler an den Gesandten Tremellius, Heid. 8. April 1568 (Kl. II.211 ff.) spricht mehrfach von der günstigen Gesinnung der „magnates"oder „proceres". Ueber die damalige Haltung der Königin und ihre Ab-neigung gegen den Calvinismus vgl. Froude, History of England IX,321 ff.
■2) Cirler an Tremellius, 25. April 1568 (Kl. II, 218/9) ; das „Mac-chabaeum iuniorem" geht ganz sicher auf Johann Casimir; die folgendeStelle „iuniorem vero in responsione" u. s. w. lautet ursprünglich : „filiumvero Machabaei in responsione haesitasse et aliquantulum alienum a con-sueta humanitate apparuisse", was der Schreiber dann gemildert hat.
3) Alba an Philipp, 10. April 1569 (Coleccion^XXXVH, 67; nachdieser Angabe hätte der Kurfürst dem Prinzen 70000 Taler zugestellt„por compra de un estado que ä el le estaba bien"); vgl. Kl. II, 227;267; 330 A. 1.
4) Col. XXXVII, 328; 352.