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1 (1882) 1576 - 1582
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Die UeberzeugUDg, dass der Protestantismus wirklich bedrohtsei, dass zwischen den französischen und niederländischen Ereig-nissen ein innerer Zusammenhang bestehe, äussert sich wie bemerktschon in der Stellung Kursachsens zum Kriegszug Johann Casimirs-Dabei sind auch die besondern Interessen, die bei allen politischenEntschlüssen Augusts wesentlich mitspielen, leicht zu erkennen.Die französischen^eziehungen derErnestiner und Grumbachs warenihm noch in frischem Andenken; die Aufnahme des Aechters Man-delslohe am lothringischen Hof und der Anschluss Johann Wilhelmsan die Mächte der katholischen Reaktion konnten in Dresden dieSache der Hugenotten und Pfälzer nur empfehlen. Als aber vollendsim Jahr 1568 nicji^ur__der_Kaiser, sondern sogar die j;eistlichen_Kurfürsten sich überAlbas rücksichtslose Schreckensherrschaftentsetzten, als spanische Soldaten in Trier einrückten und nacheinem groben Brief des furchtbaren Herzogs Niemand mehr dasKreisobristenamt am Niederrhein zu führen wagte, da suchte Kur-/fürst August die im Reich herrschende Gährung dadurch in ver-fassungsmässige Bahnen zu leiten, dass er selbst au die Spitze derantispanischen Bewegung trat. In einem Gutachten der kursäch-sischen Räte wird August geradezu darauf hingewiesen, dass, wenner der päpstlichen Tyrannei gegenüber auf der Neutralität beharrenwollte, Kurpfalz und andere Fürsten vielleicht ohne ihn vorgehenund Kursachsens Ruf und Einfluss bei den Evangelischen schwereEinbusse erleiden würde. *)

So wenig August und seine Ratgeber gesonnen waren, sichförmlich der pfälzischen Unionspolitik anzuschliesseii, so schiendoch ein entschiedenes Auftreten der Reichsgewalten gegen diespanischen Uebergriffe durchaus geboten und ausserdem durch dieUmstände begünstigt zu sein. Im Juli 1568 verständigte sich Kur-fürst Friedrich zunächst mit Daniel von Mainz, der ihm persönlichbefreundet und bei den eifrig Katholischen der Lauheit verdächtig |war; kurz darauf beschlossen sämmtliche rheinische Kurfürsten mitSachsen und Brandenburg den Kaiser um Beilegung der nieder-ländischen Händel und Beseitigung der spanischen Truppen anzu-gehen. Freilich wurde der pfälzische Vorschlag, eventuell mitgewaltsamer Selbsthülfe der Reichsstände zu drohen, von den

Bericht des Letzteren von weitgehenden Aeusserungen des Kurfürstennicht überein (Prinsterer I. Supplement p. 55* ff.) Ueber die unver-änderte Abneigung der Spanier gegen den Kurfürsten vgl. Koch II, 46/7 ;Coleccion XXXVII, 227.

1) Kl. II, 207 (März 1568).