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1 (1882) 1576 - 1582
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angewendet, wozu man aber vielleicht genötigt werden dürfte.Solche Drohungen steigerten vollends die Befürchtungen des Kaisersvor einer grossen Unruhe im Eeich und den "Wunsch, keine Parteizum Aeussersten zu treiben. Noch im Sommer 1568 machte ihmder Nuntius den Vorschlag, Friedrich mit Hülfe Roms, Spaniensund Frankreichs abzusetzen und die pfälzische Kur auf einen seinereigenen Söhne oder auf Baiern zu übertragen. Aber der Kaiserwollte von einer sokitzlichen" Sache nichts mehr wissen. Ob-wohl er, wie der spanische Gesandte berichtet, bereitwillig zugab,dass Friedrich die schwerste Strafe, selbst den Verlust der Kur-würde reichlich verdient habe, war er doch eben so fest überzeugt,dass schon die leiseste Andeutung einer solchen Exekution sofortnicht nur die Freunde, sondern auch die Feinde des Pfälzers zugeschlossener Verteidigung der ständischen Freiheit um denselbenschaaren würde.*)

Mit vollem Recht schrieb ein gewiegter protestantischer Poli-tiker nach dem Frieden von Longjumeau:Casimirs Zug hat dieStellung seines Vaters befestigt; die, welche ihn vorher aufs Schnö-deste behandelten, suchen jetzt seine Freundschaft." Man hatte ge-sehen, dass die Heidelberger nicht nur die Bibel citiren, sondernauch Reiter und Landsknechte ins Feld stellen konnten; das impo-nirte doch der herrschenden Unentschlossenheit vielleicht mehr alssie es zugeben wollte. Selbst der alte Gegner Wolfgang scheintsich damals mit dem Kurfürsten versöhnt zu haben. 2 ) Aber vonhöchster Bedeutung für Friedrich und für den deutschen Pro-testantismus überhaupt war jene Annäherung Kursachsens, die schonwährend des Feldzugs bemerkbar sich jetzt zu einem förmlichenBund der zwei ersten evangelischen Fürstenhäuser gestaltete.

1) Chantonay an Alba, 7.~10. Febr., 13. Mai, 12. Juni 1568 (Colec-cion a. a. O. 111 ff.; 121; 227 ; 268).

2) Im Winter 1567 war Wolfgang noch von Alba aufgeboten wor-den ; vgl. Alba an K. Philipp, 6. Nov. 1567 (Gachard, Corresp. de Phi-lippe I, 597; vgl. Cal. of St. P. 156668 p. 372). Am 13. März 1568schreibt Languet, W. habe seine spanische Pension aufgekündigt, am5. April, er glaube, W. habe sich mit Kf. Friedrich versöhnt (Are. I,59; 62).