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1 (1882) 1576 - 1582
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blieb überhaupt stehen, um auf Jahrzehnte hinaus den Grundstockder stets anwachsenden pfälzischen Forderungen und damit dieUrsache einer dauernden Spannung zwischen Frankreich und Pfalzzu bilden. 1 ) Nicht nur mit den Vertretern des Hofs, auch mitConde und Coligny gab es ärgerliche Szenen und"selbst der uner-schrockene-Admiral trug nach einem Auftritt in Orleans Bedenken,seine Person weiterhin unter den wilden Gesellen des Pfälzers aufsSpiel zu setzen. Auf dem Rückmarsch wagten einmal ein paarbetrunkene Offiziere sogar dem Pfalzgrafen in's Gesicht zu sagen,wenn man sie nicht endlich bezahle, würden die Reiter ihm undallen Befehlshabern einen Schimpf antun; übrigens wollten die Reiterbei ihm bleiben, bis sie bezahlt seien, fragten auch nichts nachder Acht. Das war eine unangenehme Mahnung an frühere Aeusser-ungen Johann Casimirs, er wolle seine Leute nicht verlassen, ehesie das Ihrige bekommen hätten. 2 )

Der französische Hof war über die pfälzische Invasion undüber den Zwang, seine Gegner auch noch mit schweren Geldopfernzu befriedigen, begreiflicher Weise sehr erbittert. Vergebens hatteer versucht, den Kurfürsten Friedrich durch lothringische Vermitt-lung zur Abberufung seines Sohns zu bestimmen, vergebens fran-zösisches Gold und verwirrende Gerüchte ins deutsche Lager ge-

1) Kl. II, 215 ff. Nach einerRechnung über den kurf. Pfalz Forder-ung an die Krone Frankreich" vom 11. Mai 1599 waren damals nochvom Zug des J. 1568 ausständig 243610 fl. ö 1 /^ Batzen , ungerechnet dieZinsen (Mb. 301/14 f. 35). Nicht ganz genau ist die Angahe bei Kl.II, 218, dass im Mai 1569 die letzte Zahlung von Seiten des Königs er-folgt sei. "Vgl. Languet's Schreiben aus Strassburg vom 6. Juli (Are. I,105) und den Bericht über die Verhandlungen des kurpfälzischen Grosshof-meisters mit Johann Casimirs Offizieren vom 22. Juli (Ma. 544/9 f. 89 ff.)wonach die im Juli erfolgte Zahlung die letzteren keineswegs befriedigte;man beschloss ein ernstliches Schreiben an die Krone Frankreich zurichten und es bei den deutschen Kriegsleuten im kgl. wie im hugenotti-schen Lager bekannt zu machen, wie unbillig der König bisher die Zahl-ung verzogen habe.

2) Vgl. Kl. II, 216; das citirte Schreiben Joh. Casimirs ist dieAntwort auf ein Schreiben Coligny's vom 23.April(Ma. 544/7 f, 80, Or. );die Zusammenkunft beider fand dann zu Espoisse statt (ebd. f. 125).Schon im Januar hatten die geldgierigen Reiter den Admiral festnehmenwollen (Lang. Are. I, 52). Dasungestüme" Anbringen des OberstenSchönberg und seiner Rittmeister bei Joh. Casimir ereignete sich am19. Mai (Ma. a. a. 0. f. 195/6).