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1 (1882) 1576 - 1582
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Noch im Dezember 1567 setzte sich die deutsche Hülfsarmee,etwa 11000 Mann stark, in Marsch, nachdem sie in den zwei-brückischen Landen Pfalzgraf Wolfgangs fürchterlich gehaust hatte.Lothringen zitterte vor den wilden Schaaren; Alba selbst besorgteeine Diversion der hugenottisch-pfälzischen Streitkräfte gegen dieNiederlande. 1 ,) Aber nach der glücklich herbeigeführten Vereinigungmit Conde" ging der Zug durch Burgund in das Herz von Frank-reich. Es war eine harte Probe, die der jungeKriegsfürst" zubestehen hatte. Diese zuchtlosen Söldner, welche drohend Bezahl-ung forderten und überdies von feindlichen Agenten stark bearbeitetwurden, in den Strapazen eines Winterfeldzugs zusammenzuhalten,dazu gehörte jedenfalls ein gutes Teil militärischer Energie. Dergefährliche Geldmangel wurde aber nur durch die ausserordentlicheOpferwilligkeit des hugenottischen Heers ausgeglichen, dessen völligeNiederlage freilich'.ohne die deutsche Verstärkung zweifellos eingetretenwäre. Andrerseits waren die grossen Schwierigkeiten, die fortwährendaus der Geldgier und mangelhaften Disziplin der Deutschen erwuchsen,auch für die Hugenotten ein zum Frieden treibendes Moment- Siebequemten sich, obwohl augenblicklich im Vorteil, zu dem Friedens-schluss von Longjumeau (23. März 1568), der allerdings wie sichsehr bald zeigte, nur einem vorübergehenden Stillstand gleichkam.Immerhin war die feste Hoffnung der päpstlichen Partei auf einenvernichtenden Entscheidungsschlag in Frankreich zunächst vereitelt-

Für den Pfalzgrafen aber wurde der Abschluss seines erstenFeldzugs zu einer Quelle von Verdriesslichkeiten. Seine wüsteSoldateska, die Niemanden schonte," galt auch den französischenProtestanten nur als ein notwendiges Uebel; ihn selbst behandelteman, wie er noch später klagte, als einen jungen Kriegsmann, denman in allen politischen Fragen ganz bei Seite setzen dürfe. Sogeschah im Friedensvertrag der deutschen Bundesgenossen Conde'skeine Erwähnung; die Nachzahlung des rückständigen Solds, diezum Teil der König, zum Teil die Hugenottenführer übernommenhatten, geriet immer wieder ins Stocken und ein ansehnlicher Rest

1) Viebauser a. a. O. hört, daas Lothringen neutral zu hleibenwünsche , °,,quod sibi non parum timeat ab offenso Casimire" UeberAlba's Besorgnisse 'vgl. Gachard, Corresp. de Philippe II, I, 597 ; Boll-weiler behauptete, Joh. Casimir wolle von Frankreich aus in die Nieder-lande ziehen und seinen Schwager Egniont befreien (Ma. 228/12). EinBericht über die Verheerung des Zweibrückischen Gebiets Ma. 284/12f. 12; das Entschuldigungsschr. Joh. Casimirs an "Wolfgang, Lifou lepetitt, 21. Jan. 1568, ebd. 544/7 f. 8.