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1 (1882) 1576 - 1582
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worfen. *) Als der Streit über die Rückstände sieh einen Monatnach dem andern hinzog, dachte man schliesslich daran, sich derungestümen deutschen Mahner mit Gewalt zu entledigen, und zwardurch Johann Casimirs eigenen Schwager, den Sachsenherzog JohannWilhelm; dieser strenglutherische Fürst hatte, zur grossen Betrüb-niss Friedrichs, als königlicher Pensionär einige tausend Reitergegen die Hugenotten aufgebracht, war aber zu spät gekommen, umvor dem Frieden eingreifen zu können. Er machte mit seiner Ge-mahlin, der Schwester Johann Casimirs, persönlich in Paris dieAufwartung und brannte vor Begierde gegen den calvinistischenSchwager zu marschiren. Johann Casimirs Armee, von den Huge-notten verlassen und selbst bereits in halber Auflösung, wäre beieinem Zusammenstoss mit frischen Streitkräften wahrscheinlich übelweggekommen. Doch blieb dem deutschen Protestantismus dieSchmach eines solchen Bruderkampfs auf fremdem Boden erspart;man scheint am Hofe dem protestantischen Verbündeten JohannWilhelm doch nicht recht getraut zu haben. 2 ) Gegen Ende Maiwurde Frankreich ohne Gewalt die unbequemen Gäste los, derenRückkehr dafür im Reich nicht geringe Besorgniss erweckte. Aberdie Trennung der gefürchteten Truppen ging unter den Augen derkaiserlichen Commissarien. ordnungsgemäss vor sioh und ein Teili i des pfälzischen Volks wurde gleich von Oranien in Empfang ge-j nommen, während manche von den sächsischen Reitern sich unterAlba's Fahnen stellten. 3 )

Der französische Bevollmächtigte Castelnau rühmt sich, er habeden Pfalzgrafen durch die Zusage eines stattlichen Geldgeschenkszum friedlichen Abzug veranlasst. Dies klingt unwahrscheinlich,dagegen hat Johann Casimir in seinem Unmut über die Hugenotten

1) Kl. II, 1046 ff.; Lang. Are. J) 40; 52. Caspar von Schomberg,ein Deutscher in kgl. Diensten, der nachmals zu hohen Ehren kam undin den deutsch-französischen Beziehungen eine sehr wichtige Rolle spielte,verbreitete damals, er sei vom Kf. August beauftragt, dem König jedenFrieden mit den Rebellen zu widerraten und 4000 sächsische Reiter an-zubieten (Joh. Casimir an Kf. August, Nintri, 5. Febr. 1568, Ma. 544/7f. 32. Conc.)

2) Memoires de Castelnau VI. 10. 11; Discours merveilleux deCath. de Med. (bei de l'Estoile, Journal de Henri III, II, 353). JohannCasimirs Bedenken gegen die Erneuerung der Feindseligkeiten in einemSehr, an seine Obersten vom 16. Mai (Ma. 544/7 f. 120).

3) Kl. II, 219 ff.; Prinsterer I. 3, 205; 235 (zeigt, dass auch vonJohann Wilhelms Leuten manche sich den Niederländern abschlössen) ;243; Coleccion de docum. XXXVII, 253; 256, 269 ff.