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1 (1882) 1576 - 1582
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konnte sich der eine jener königlichen Gesandten, der Bischof vonRennes, nicht genug verwundern.Man antwortet mir nur mitStellen aus der heiligen Schrift und mit Offenbarungen und mit derKraft Gottes, den sie täglich um Erleuchtuug anrufen, das Unter-nehmen zu verfolgen, wenn es gut, es aufzugeben, wenn es bösesei." Zuleger sorgte dafür, dass der französische Hof mit diesemherben und fremdartigen Wesen in unmittelbare Berührung kam;der Herr im Himmel", so sprach er zu Karl IX. und Katharinavon Medici,ist auch König auf Erden und J. Mt. haben keineGewalt denn von ihm und sind sein Lieutenant in Frankreich;daher folgt, dass J. Mt. nicht Macht haben, ihren Untertanen zuwehren und zu verbieten, was ihnen Gott der oberste König gebeut;und wenn J. Mt. ihnen etwas wider dessen obersten König's Gebotverbieten, so folgt, dass die Untertanen nicht E. kgl. Mt., sondernGott mehr zu gehorsamen schuldig sind; und da sie sich in solchem,was Gottes betrifft, E.Mt. widersetzen, können ihnen auch deutscheFürsten wohl Hülfe tun."

Die Abmahnungen des Kaisers, der ebenfalls einen Gesandtennach Heidelberg abfertigte, wurden so wenig beachtet wie die Lock-ungen und Drohungen der Franzosen und die gutgemeinten Warn-ungen protestantischer Reichsfürsten; doch unterliessen die Pfülzernicht, bei den Procuratoren des Reichskammergerichtes anzufragen,ob denn ihr Unternehmen wirklich gegen den Buchstaben der Reichs-constitutionen Verstösse. 1 ) Ernstliche Hindernisse wurden auch vonkatholischer Seite nicht erhoben; die benachbarten geistlichenFürsten waren froh, wenn die Kriegsfurie vorüberging, ohne sichauf ihre eignen Territorien zu werfen. Besonders förderlich aberwar auch diesmal wieder die Haltung der kursächsischen Politik.Kurfürst August stimmte in die unbedingte Verurteilung Conde'sund seinerhochsträflichen Rebellion" nicht ein; er würdigte denEihfluss der niederländischen Ereignisse auf die Stimmung derHugenotten, versprach den Pfälzern seinen Schutz gegen etwaigeFeindseligkeiten von päpstlicher Seite und begünstigte, unter Bezug-nahme auf die deutsche Libertät, ganz offenkundig den FeldzugJohann Casimirs, dem er sogar seinen Glückwunsch sandte undein Reitpferd zum Geschenk machte- 2 )

1) Viehauser an Dr. Simon Eck, Speier, 29. Dez. 1567 (Ma. 230/3f. 39).

2) Die Bedeutung dieser Parteinahme Augusts [für das fast überallverurteilte pfälzische Unternehmen scheint mir von Kl. (Fr. p. 326) et-was unterschätzt zu werden.