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1 (1882) 1576 - 1582
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Drei Abgesandte des französischen Hofs bemühten sieh ver-gebens, das pfälzische Unternehmen zu hintertreiben oder ins Stockenzu bringen, obwohl bei Friedrich allerdings wiederholt Bedenkenaufstiegen. Der dritte Gesandte, Lansac, hatte sogar die Keckheit,sich dem Kurfürsten schriftlich dafür zu verbürgen, dass der KönigGewissensfreiheit und gleirhes Recht für beide Religionen bewilligenwerde. 1 ) Aber die Sendung des strengen Calvinisten Zuleger, dermit Lansac nach Paris ging, führte natürlich nur zu einer frucht-losen Auseinandersetzung mit dem französischen Hof und zu einernoch genaueren Verständigung mit den Hugenottenführern. Lansachatte dem. jungen Pfalzgrafen selbst im Namen des Königs einesehr bedeutende Summe angeboten; den Gesandten Zuleger suchtender König und seine Mutter persönlich zu bestechen. 2 ) Zu diesernaiven Gewissenlosigkeit der Pariser Hofkreise bildete das nichtminder naive alttestamentliche Gebahren der pfälzischen Staats-männer einen seltsamen Kontrast. Ueber die religiöse Atmosphärein Heidelberg und über dieunglaubliche Einfalt" des Kurfürsten

zu brauchen, wie sie wolle. In dem schon gefeit." Ebd. f. 303 der pfälz.Anschlag einesNachzugs", wofür 3000 Pferde und ein Regiment Knechtein "Wartgeld zu nehmenwären. Jener Conde'sehe Gesandte, über de.sRenPersönlichkeit Kl. II, 147 A. 1 noch im Zweifel ist, war der Herr vonChastelier; vgl. Prinsterer I. 4, 82 * A. 1 und die Flugschrift:Desprintzen von Condö gesandten herrn Honorat von Chastellirs berichtso er dem durchl. hochg. fürsten-herrn Friderichen Pfaltzgraven inpersonlicher gegenwert der k. w. in Prankreich gesanten herrn von Lansacserstlich müntlich gethan den 4. Decembris anno 1667" (mit versch.Beilagen, Bm.).

1) Vgl. ausser Kl. II, 109 ff. Kluckhohn, Zwei pfälz. Gesandt-schaftsberichte, München 1870 (aus den Abh. der Akad. der "Wiss. III.Ol. XI. 2); ferner die Berichte des frzös. Gesandten Bochetel, Bischofvon Rennes, an Karl IX. , vom 1. 12. 19. Nov. 1567 und 1. Febr. 1568,Pb. fonds francais 15918), die namentlich die politische UnselbständigkeitFriedrichs stark betonen; über die Verhandlungen des Bischofs mit Wür-temberg Kugler II, 549 ff. , dessen Ansicht, Friedrich sei durch den Ge-sandten nicht stutzig gemacht worden (Anm. 19), durch die obigen Schreibendes Bischofs widerlegt wird.

2) Lang. Are. I, 35 ; Kl. Zwei Gesandschaftsherichte p. 19. In demAnbringen Lansac's bei Johann Casimir heisst es zuletzt, der König undseine Mutter wollten dem Pfalzgrafen nicht nur das ihm von den Huge-notten gelieferte Geld, das von rechtswegen ihnen verfallen sei, zu seinemGebrauch überlassen, sondern hätten auch befohlen,e. f. gn. von dess-wegen, das sie allerlai (Unkosten von wegen dieser rüstung werden gehabthaben hundert tausent franken anzupieten." (Ma. 544/6 f. 349).