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1 (1882) 1576 - 1582
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gelangen und damit begründen, dass die zwischen dem Papst,Spanien und dem Kaiser wirklich projektirte Verbindung nicht, wieman vorgebe, gegen die Türken, sondern gegen den Protestantismusgerichtet sei. Anfänglich fanden diese Eröffnungen selbst in Heidel-berg eine kühle Aufnahme; als aber ein Intercessionsversuch luther-ischer Reichsfürsten in Brüssel geringschätzig zurückgewiesen unddie Angst vor der spanischen Politik durch jene Zeitungen nochgesteigert worden war, da hielt es auch der erzlutherische Christophvon Würtemberg für angezeigt, sich den Pfälzern wieder zu nähernund die französischen Anerbietungen ernstlich in Erwägung zuziehen. In der Tat kamen Friedrich, Christoph und Karl vonBaden auf einem Convent in Maulbronn (Juli 1567) zu Beschlüssen,die nichts Geringeres als eine förmliche Union sämmtlicher evan-gelischer Reichsstäude und eine Verbindung derselben mit der KroneFrankreich bezweckten. Dieser Maulbronner Abschied, obgleichzunächst erfolglos, ist doch sehr bedeutsam als der erste Schritteiner Politik, die, auf die Verhältnisse vor dem Religionsfriedenzurückgreifend, in den folgenden Jahrzehnten unabweisbar stetsvon Neuem hervorgetreten und erst in den Stürmen des dreissig-jährigen Kriegs zu Grabe getragen ist. Damals wie später sjanddie Entscheidung bei Kursachsen.; schon seit ein paar Jahren suchtendie Franzosen den Kurfürsten August zu gewinnen, indem sie ihmdie Vermählung seiner ältesten Tochter mit dem jungen KönigKarl DL in Aussicht stellten. 1 ) August sah sich jedoch in Folgeder Grumb'achischen Händel genötigt dem Kaiser und Spanienkeinen ernstlichen Anlass zur Unzufriedenheit zu geben. Er wiesdie Besorgnisse der drei Fürsten als unbegründet zurück und wusstenamentlich Friedrichs Eifer dadurch abzukühlen, dass er an denAugsburger Reichstag und den kaum beschwichtigten confessionelleuHader in ihren eignen Reihen erinnerte. 2 ) Und kurz darauf wurdein Frankreich selbst durch die bewaffnete Erhebung der Hugenottendie Lage der Dinge völlig verändert.*

1) lieber diesen (wohl nicht ernst gemeinten) Plan des französischenHofs vgl. Cal. of State Papers 156465 p. 518; 156668 p. 69; Colec-cion de documentos ineditos para la Mstoria de Espana XXVIII , 429;446,7; auch Ortloff III, 6 A.; Koch, Quellen I, 187/8 (irrig auf JohannWilhelm von Sachsen bezogen) ; Languet Are. I, 18.

2) Vgl. die treffliche Auseinandersetzung Ritter's im Archiv f sächs.Gesch. N. F. V, 326 ff. (nur die Ansicht von derAngriffslust" desKf. Friedrich, p. 331, vermag ich nicht zu teilen); ferner Kugler, Herz.Christoph H, 516 ff.