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2 (1791)
Seite
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569Das erste aber, wovon ich wünschte, daßSie sich mit andern Schullehrern darüber ver-einigen möchten, wäre folgendes:Es giebt faſt in jeder Gemeinde mehrerePersonen, welche einen sehr dürftigen, odervielleicht wohl gar keinen Unterricht genossenhaben, und doch auch theils schon zu alt sind,als daß sie die öffentlichen Schulstunden in Ge-sellschaft der Kinder besuchen, und das Verſäumte nachholen könnten, theils auch wohlſchon als Knechte und Mägde bei HerrſchaftenDienste angenommen, oder irgend ein Hand-werk erlernt haben, welche sie den Tag hin-durch beschäftigt. Solche Personen verdienengewiß alles Mitleid. Sie können oft weder le-sen, noch schreiben und rechnen, weder einenBrief, noch eine Quittung u. dergleichen zuPapier bringen, und haben noch dazu in vielenFällen die rohesten Begriffe von Moralität undReligion. Und wie ist es wohl anders mög-lich, als daß diese Unwissenheit ihnen manchesGeschäft erschweren, manchen Vortheil rau-ben, manche Freude entziehen, und ihnen denZugang zu nützlicher Beschäftigung in der Ein-samkeit, zum Trost in Bekümmernissen, zur Be-leh-Nu 5