463den *) Keine Schriften, welche feine Spöttereienüber einzelne Religionssätze, wären sie auchwirklich an sich falsch, enthalten! Sie wissendas Schöne vom Guten, das Wahre vom Fal-schen noch nicht genau genug abzusondern,und ausserdem verdient alles, was auf Reli-Lion Beziehung hat, gewiß, daß es mit Wür-de behandelt, und im Fall der Ungültigkeiternsthaft widerlegt werde. Wie kann man essonst erwarten, daß ihnen die Religion vereh-rungswerth bleiben soll? Die Satyre ist heil-sam, wenn sie zu rechter Zeit angewandt, undan) Auch keine Schriften — setze ich hier hinzuwelche sie gar zu aufmerksam auf die wenigen Fällemachen, wo der Lasterhafte glücklich, der Frommeunglücklich ist. So lange sie sich noch kein Systemvon wahrer Glückseligkeit gebildet, und den äussernFlitterstaat der Welt von dieser wahren Glückselig-keit noch nicht gehörig absondern gelernt haben,(und dies geschieht fast allemal in den Jahren der Rei-fe) so lange machen dergleichen Fälle einen gar zulebhaften Eindruck auf sie. An Recht und Unrechtwerden sie dadurch nur ungläubig, und verlierenihre eigentliche Bestimmung aus den Augen. Mansieht leicht, daß dieses von sehr vielen SchauspielenA. d. H.und Romanen gilt.
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2 (1791)
Seite
463
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