458nach dieser Anwendung ihrer Privatstunden,und nach dem Guten erkundigen, was sie ausder Lectüre eines solchen Buchs gelernt haben.Auch kann bei dieſer Gelegenheit ihr Ge-schmack am besten gelenkt und gebildet wer-den *). Und dies iſt gewiß eine Sache vongroßer Wichtigkeit. Nur ist es eben deswegenauch vorzüglich nöthig, daß Sie in der Aus-wahl der Bücher, welche ihnen zum Durchle-sen übergeben werden, behutsam sind. DerGeſchmack bekommt ſonſt nur gar zu leicht eineverkehrte Richtung. Wenigstens wird dieNutzbarkeit der Lectüre, wenn darin nicht ge-wisse Regeln befolgt werden, ungemein ver-ringert. Sind Sie nicht deshalb damit zu-frieden, wenn ich Sie mit den hauptsächlich-sten Regeln von dieser Art bekannt mache?1.*) M. s. hier die kleine Schrift: „Ueber frühe Bil-dung des Geschmacks für Aeltern, Schullehrer undHofmeister, von C. W. Snell. Giessen 1782. 8.Auch kommt eine Abhandlung über die Bildung desGeſchmacks von Purmann im 4ten u. 5ten Theiledes „Archivs für die ausübende Erziebungskunstvor. — M. s. ferner „M. J. G. P. Thiele an dieJünglinge von der Bildung durch Lectüre. Mann-A. d. H.heim 1781. 8.
Druckschrift
2 (1791)
Seite
458
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