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2 (1791)
Seite
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381Er müste sie von der Ameise die Pflicht und denNutzen des Fleißes, von der Biene die Pflichtund den Nutzen der Eintracht und der allgemei-nen Wirkſamkeit zum gemeinſchaftlichen Beſtenlernen lassen. Er müste ihnen, so oft ihm einnatürlicher Gegenstand dazu Veranlassung gä-be, den Werth der Ordnungsliebe, der Mäs-ſigkeit, der Reinlichkeit, der Vertragſamkeit,der Sorge für Gesundheit und Leben, der Er-forſchung des Nützlichen und Schädlichen, derAufmerkſamkeit auf die Folgen des Guten undBösen, und den Werth vieler andern Tugen-den recht anschaulich machen. Denn auf dieArt würde er auch die Winke benutzen, die dasStudium der Natur zu einem moralisch gutenVerhalten giebt. Ein System der Moral wä-re gewiß den Kindern unverdaulich. Sie wür-den noch weniger dadurch gebildet werden, alsErwachsene gewöhnlich dadurch gebildet zuwerden pflegen. Weil aber nun dennoch dieRegeln des Rechtverhaltens auch selbst denKindern in ihren Verhältnissen und ihrem en-gern Wirkungskreise schon frühzeitig bekanntſey müſſen, um ſich an die Ausübung derſelbenüberhaupt gewöhnen zu können; so würde oh-ne Zweifel die angezeigte Methode, sie mit die-sen