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2 (1791)
Seite
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374len er muß auch den eigentlichen Zweck derReligion kennen, muß das Wesentliche dersel-ben von dem Ausserwesentlichen zu unterschei-den, und alle Lehren, die er vorträgt, auchvon Seiten ihrer Anwendbarkeit zu zeigenwissen. Durch das letztere wird eben die guteLehrart unterstützt, und ohne dasselbe würdesie allein unmöglich im Stande seyn, einemtrocknen, unfruchtbaren Lehrsatze in den Augender Kinder dauerhaftes Interesse zu verſchaffen.Nimmt man darauf Rücksicht; so sieht manes schon gleich ein, wie unvernünftig es sey,wenn man den Kindern in den ersten Jahren ih-res Lebens, ehe sie noch einige nützliche Sach-kenntnisse gesammelt, ehe sie noch etwas mehr,als höchstens die Buchstaben kennen gelernt,oder sich einigermaßen im Lesen geübt haben,schon Unterricht in der Religion ertheilen will-Die Religion soll sich auf tiefe Ueberzeugunggründen. Aber wie ist diese Ueberzeugungmöglich, wenn man sich noch unfähig fühlt,weise zu fassen, zu prüfen, ihnen nachzu-denken?Da sagt man den Kindern, ob sie gleichkaum