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2 (1791)
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362weil es ihnen ganz unnütz zu seyn scheint.Im andern Falle, wenn nämlich das Kindnichts beim Lesen denkt, ist die Sache eben-falls zu verwerfen. Ein Buch, welches sogroße, so wichtige, so geisterhebende undherzstärkende Wahrheiten enthält, sollte niemit Leichtsinn, nie mit Gedankenloſigkeit in dieHände genommen werden. Und überhauptsollten die Kinder ja nichts lesen, was sie nichtverstehen. Dies ist ja ein Hauptgrund, warum erst spät mit dem Lesen der Anfang gemachtwerden muß. Denn das Gegentheil hat nichtnur den Erfolg, daß ihnen das Lesen verhaßtwird, weil sie kein Vergnügen daran finden,sondern sie werden auch dadurch ausser Standgesetzt, mit Accent lesen zu lernen, weil eine ge-hörige Accentuation immer auch die Verständ-lichkeit des Gelesenen erfordert.Schimpfen Sie mich also nur nicht einenBibelberächter! Es mag wohl keiner für jeneheiligen Urkunden der Religion ſo viel Ehren-bietung haben, als ich: aber eben um dieser Ehe-erbietung willen kann ich nicht anders, als los-eifern gegen die hirnlose Gewohnheit, die Bi-bel zu einem Lesebuche zu machen. Ein schö-nes