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2 (1791)
Seite
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348im Gegentheil auf andere Weiſe noch wohl ge-bessert werden können. Allein es giebt auch ei-ne temporelle Hartnäckigkeit, einen kurzdau-renden Ungehorsam, der bloß auf flüchtigeLaune sich gründet. Und da ist jene Strafewieder ein anwendbares Mittel, der Fortdauer1ſolcher Fehler vorzubeugen.Ueberhaupt aber müssen sie viertens nur dagebraucht werden, wo kein anderes Mittelmehr fruchtet. Sie müssen immer die letzteZuflucht des Lehrers ſeyn. So lange als moͤglich muß er den Weg gelinderer Behandlungwählen, und nur dann, wenn er sieht, daß erauf diesem Wege seinen Zweck nicht erreicht,sondern sich durch längere Nachsicht wohl garin Gefahr setzt, sein Ansehen zu verlieren,darf und soll er diesen Weg der Strenge betre-ten.Auch iſt fünftens die Anwendung der poſi-tiven Strafen nicht verwerflich, wenn es an-fangs bloß darauf ankommt, den wirklichenAusbruch eines Fehlers für den gegenwärtigenZeitpunct zu hemmen. Die fehlerhafte Nei-gung wird dadurch freilich nicht zugleich aus-ge-