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2 (1791)
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297Aber wie gefällt Ihnen denn sein Raisonne-ment, mein liebster Herr Director! Er sprachfreilich nur zu einem Lehrer an einer niedernSchule. Indeß war dieser doch übrigens keinungeschickter Mann, und ich hoffe daher auchnicht, daß es üble Folgen haben werde, wennich Sie etwa, was die Hauptsache jenes Rai-ſonnements betrifft, in Gedanken ihm ſubſti-tuirt haben sollte. Nein! Ich bin gewiß,Sie würden Freude daran gefunden haben,wenn Sie an seiner Stelle gestanden, und denwarmen, freundlichen Menschenkenner so re-den gehört hätten. Aber thuts Ihnen dennnun nicht auch leid, daß Sie den Panegyrikusauf Ihren abgehenden Schüler schrieben?Wer weiß, ob nicht der junge Mann, weil ervon Ihnen für ein Genie erster Größe erklärtwurde, auf Universitäten nun auch Geniestrei-che erster Größe macht? Wer weiß, ob ernicht nun, da er unter Ihren bildenden Händenweg ist, schon ganz gebildet zu seyn glaubt,und also in hohem Geistesfluge sich über dasInfectengeschmeiß der übrigen Wissenschafts-krämer hinausschwingt? Und worauf anders,wird die Schuld davon zuruͤckfallen, als aufIhre unbeſonnene Lobrednerei? Geſetzt aber2 5auch,