284Hier also, lieber Freund! hätten Sie nuneinen kurzen Abriß von dem, was ich in Hin-ſicht auf die Bildung des weiblichen Ge-schlechts theils für unumgänglich nothwendig,theils für sehr gut und heilsam halte. Ichdarf wohl nicht noch hinzusetzen, daß erwachse-ne Frauenzimmer selbst zu dieser Bildung ihrerjüngern Freundinnen fähiger und geſchickterwerden könnten, als Mannspersonen, wennjene nur die gehörige Anleitung dazu hätten*).Denn dies läßt sich aus allem, was ich gesagthabe, schon von selbst folgern. Aber hinzu-setzen darf ich denn doch noch, daß ich auch vonIhnen in diesem Puncte ungemein viel Guteserwarte, und daß ich mich freuen werde, wennich einst sehe, daß Sie meine Erwartungen**noch übertreffen. 2c.) Eben darum ist es zu verwundern, daß man nochkeine Normalschulen für weibliche Erzieherinnen an-A. d. H.gelegt hat.**) Mehr über den Gestand dieses Briefes findet man.in folgenden Schriften. — „ J. R. Zobels Briefeüber die Erziehung des Frauenzimmers. Berlin1772. 8.“ — „J. G. Sulzers Anweisung zur Er-sie-
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2 (1791)
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284
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