Druckschrift 
2 (1791)
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281schon mit den wesentlichsten Erziehungsregelnder Kinder bekannt gemacht werden. Dennvon ihrem Geschlecht erhalten die Kinder in denerſten Jahren ihres Lebens allein Bildung undUnterricht, und es kann gewiß auf keine Weisegleichgültig seyn, wie sie sich dabei benehmen.Sie können, wie schon hundertmal bemerktworden ist, den Saamen zu vielem Guten,aber auch zu vielem Bösen in ihre empfänglicheSeele streuen. Selbst der schwächste Eindruckläßt tiefe Spuren zurück, und weil gerade ansie die Säuglinge sich mit der innigsten Zärtlich-keit und mit dem lebhaftsten Gefühl des Be-dürfnisses anschmiegen; so ist es natürlich;daß auch von ihnen die meiſten Eindrücke her-rühren. Und sollte mans denn nicht das schäd-lichste Vorurtheil nennen dürfen, wenn manglaubt, daß der Unterricht über die wichtigstenMutterpflichten der eignen künftigen Erfahrungder Frauenzimmer überlassen werden müsse?In allen Fällen sieht mans ein, daß man zudem Stande, worin man der bürgerlichenGesellschaft einst zu nutzen gedenkt, sich mitanhaltendem Eifer vorzubereiten habe, unddaß es die höchste Pflicht sey, sich vorher, eheman noch sich unter die Mitgenossen eines ſol-5 5chen