Druckschrift 
2 (1791)
Seite
270
Einzelbild herunterladen
 

270geht, oder den weinenden Säugling wärmt undberuhigt. Kurz, die letztere ist für einen Zir-kel von einzelnen Menschen bestimmt, da desMannes Beruf hingegen groß und vielumfaſ-send ist.Was folgt nun aber daraus natürlicher,als daß die Erziehung und Unterweiſung derMädchen von der Erziehung und Unterweiſungder Knaben in eben dem Grade verschiedenſeyn müſſe, in welchem die Beſtimmung desweiblichen Geschlechts von der Bestimmung desmännlichen verschieden ist? Was natürlicher,als daß besondere Mädchenschulen als sehrvernünftige und heilsame Anstalten verdienenangepriesen zu werden? Was natürlicher,als daß überall, wo dergleichen besondereMädchenschulen noch nicht sind, sondern dieKinder beiderlei Geschlechts noch nebeneinan-der lernen, der Unterweisung der Mädchen we-nigstens eine oder zwo Privatstunden gewidmet,und auch in der öffentliche Schule ihnen alleinzuweilen ein kurzer Zeitraum aufgeopfert wer-den müste, worin der Lehrer sich bemühte, ih-nen von solchen Dingen Begriffe beizubringen,welche in ihr künftiges Fach einschlügen, oderdoch