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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN

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Internationale Oktober-Ausstellung. Österreichische Abteilung, Tirol

der Jahre 1900 bis 1904 hat Österreich pro Jahr für 10,9 Millionen Mark frisches Obst nach Deutsch-land ausgeführt, so daß angesichts solcher Zahlen das Bestreben wohl zu verstehen ist, Hervor-ragendes zu leisten, und dies um so mehr, als es durch seine billige Wasserstraße, die Elbe, auf dengroßen Abnehmer Berlin hingewiesen wird.

Die Gesamtausstellung gliederte sich in die Sondergruppen der österreichischen Hauptausfuhr-gebiete und zwar: Böhmen, die Kronländer, Tirol und Steiermark. Die letzteren traten mit ihrenMassendarbietungen in den Vordergrund. Die Aufstellung erfolgte in handelsmäßiger, sehr eigen-artiger und sehr praktischer Verpackung.

Wohl die hervorragendste Gruppe der österreichischen Halle war die der Meraner Obst-produzenten-Genossenschaft, die mit fach- und kaufmännischem Geschick arrangiert war. DieFärbung und Reinheit ihrer Früchte war bewundernswert. Auch die Tiroler Früchte zeigten dieglänzende Entwicklung des dortigen Obstbaues. Und nicht nur diese, sondern gleichzeitig und mehrnoch die erfolgreiche Weise, wie man Obst sortieren, verpacken und in der Verpackung den Käufernmundgerecht machen muß.

Steiermark hatte nicht weniger als zwei Waggonladungen seiner berühmten Renetten gesandt.

Böhmen machte durch ungeheure Obstmassen, weniger durch sorgfältige und gute VerpackungEindruck. Die Früchte hatten vielfach sehr an Aussehen verloren.

Diesen Hauptexportländern reihten sich die übrigen Kronländer Österreichs an. In der Haupt-sache waren nur Äpfel und Birnen vertreten. Nur das Küstenland Krain und Vorarlberg trugen durchihre Zitronen, Orangen, Johannisbrot, Kaki usw. eine sehr gefällige Abwechslung in diese Aus-stellung. Als ergänzende Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung des Obstbaues wurden auchObstindustrieprodukte: Konserven, Prünellen usw. zur Ausstellung gebracht. Eine Reihe in größterAnzahl verteilter Broschüren über den Obstbau Österreichs im allgemeinen und denjenigen Tirols,Steiermarks und Böhmens im besonderen, waren für die Besucher im Anschluß an die österreichischeAusstellung sehr lehrreich und bewirkten eine sehr geschickte Empfehlung.

Frankreich glänzte mit seinem Spalierobst, das in bewunderungswerten Früchten zur Schaugestellt wurde. Ebenso großartig war die französische Ausstellung getriebener Trauben, welchedurch die wohl noch selten gesehene Vollkommenheit und Schönheit hervortraten. Jede einzelneFrucht gelangte in der französischen Abteilung zur vollen Geltung, und alle einzelnen schmiegtensich wiederum dem Gesamtbilde der französischen Ausstellung in wahrhaft überraschender kunst-vollendeter Weise an.