AUSSTELLUNG IN DEN HALLEN
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Internationale Oktober-Ausstellung. F. Heck, Heidelberg
derartig rege, daß man weit überden anfangs bestimmten Raumhatte hinausgreifen und eine zweitegroße Halle zu Hilfe nehmenmüssen.
Die Obstausstellung bot inihrem Rahmen weit mehr, alsman geglaubt hatte zu dieserJahreszeit erwarten zu dürfen.Man sah fast sämtliche Frucht-arten. Die Beteiligung seitensdeutscher Aussteller mit Früh-birnen und -äpfeln war für Kennereine Überraschung. Wenn dieFrüchte allseitig gleichmäßigersortiert gewesen wären, würdeder Erfolg noch durchschlagendergewesen sein.
Pfirsiche und Aprikosen,auch Pflaumen, im besonderen
Reineclauden, weniger Spätkirschen, hatten neben deutschen auch französische und holländischeAussteller gebracht. Drei Aprikosenspezialsorten aus der Umgegend von Speyer machten einenausgezeichneten Eindruck. Auch eine Speyersche Frühpflaume, welche vier Wochen vor denanderen Sorten reifte, liefert den Beweis, daß deutsche Züchter nicht mehr und nicht nur auf aus-ländische Sortenverbesserungen angewiesen sind.
Äpfel und Birnen hatte neben Deutschland auch Holland, Frankreich und Ungarn ausgestellt.Selbst wenn man den durch anhaltende und ungewöhnliche Hitze die Frühreife fördernden Sommer1904 in Rechnung stellt, bleibt für die deutschen Obstzüchter das große Verdienst bestehen, durchihre sorgsame Kultur schon im Juli Äpfel und Birnen herangezogen zu haben, welche der Ausstellungzur Zierde gereichten. Zum Beispiel die großen Mengen der Sorten: Astrachan, Weißer Klarapfel,Lord Suffield, Charlamowski, Virginischer Rosenapfel, und von Birnensorten: Sommermagdalene,Williams Christ, Bunte Juli, Clapps Liebling, Doppelte Philippsbirne.
In Weintrauben trugen auf der Juli-Ausstellung unzweifelhaft die Holländer durch ihre Gartenbau-Gesellschaft „Westlandia" den Sieg davon. Es waren großartige herrliche Trauben. Aber auchdeutsche Weintrauben waren zahlreich und in guter Verkaufsware vertreten.
Beeren fruchte waren zahl-reich ausgestellt. Diesmal in vielvorteilhafterer Verpackung undAusstattung als früher. Die Dar-stellung des Ertrages der gleichenAnzahl und Sorte Beerensträuchernach den verschiedenartigstenDüngungsarten: Kali, Phosphor-säure, Stickstoff, Volldüngung, warsehr lehrreich.
Die Obstausstellung lehrte, daßdie Aufmerksamkeit der Züchtermehr als bisher der Erprobungund Anzucht bewährter alter undgut empfohlener neuer Frühobst-sorten und guter früher Lokal-sorten, gewidmet sein muß, daßsie sich die sorgsamste Sortie-rung und Verpackung zu eigenmachen und schließlich den Wohl-geschmack der verschiedenenSorten nicht außer acht lassendürfen und diesen für die Sorten-wahl bei neuen Anpflanzungen
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Internat. Oktober-Ausstellung. Otto Schmitz-Hübsch; Spalierobstplantage, Merten