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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG

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Ludwig gaben durch Innen- und Außenansichten über ihre künstlerische Tätigkeit am Geschäfts-gebäude des Schaaffhausenschen Bankvereins in Cöln Bericht und zeigten außerdem noch Entwürfezu Wohn- und Geschäftshäusern.

Zusammenfassend läßt sich dieser Aufzählung hinzufügen, daß die Veranstaltung der DüsseldorferArchitektenschaft gezeigt hat, daß sich eine außerordentlich große Summe von Intelligenz undkünstlerischem Vermögen in ihr aussprach. Nicht eine Aufgabe, von der bescheidensten bis zurgrößten, dürfte sich bieten, die nicht von den hiesigen Kräften zur Zufriedenheit der Auftraggeber unddurch ihre künstlerische Ausgestaltung auch zur Zufriedenheit der Allgemeinheit gelöst werden könnte.Die Gewißheit konnten alle diejenigen, die in die Lage kommen, bauen zu wollen oder bauen zu müssen,aus der kleinen, aber gewählten Ausstellung der Düsseldorfer Architekten mitnehmen, daß sie ver-trauensvoll ihre Absichten und Pläne in die Hände unserer heimischen Baukünstler legen können.

Wilhelm Zaiser, der seit vielen Jahren als Direktorialassistent am Kunstgewerbemuseum eineverdienstvolle Tätigkeit ausübt, hatte die zwischen dem amerikanischen und österreichischen Saalegelegene Koje wohnlich hergerichtet. Die für ein Wohn- und Speisezimmer entworfenen Möbelwaren in naturfarbenem Ulmenholze unter Anwendung von Ebenholz, Silberbeschlägen, Jaspisauf-lagen, Holzeinlagen und Stickereien ausgeführt und machten in der feingestimmten Umgebung einenbehaglichen und gediegenen Eindruck. Die Ausführung war eine durchaus saubere; sie hatte inden Händen der Firma A. H. SchippergesSöhne in Kleinenbroich bei M.-Gladbach ge-legen. Sehr praktisch und dabei sehr gefälligwar das Hauptmöbel, das in dem kombiniertenWohn- und Eßzimmer einen doppelten Zweckzu erfüllen hatte, eingerichtet, nämlich so, daßes gleichzeitig als Büffet und Weißzeugschrank,wie auch als Bücherschrank benutzt werdenkonnte. Die Flächen der Möbel waren mattpoliert, die Ebenholzteile dagegen matt geschliffen.Um den schönen gelben Ton des Holzes nochmehr zu heben, waren an den Seitentüren desSchrankes, an den Säulen der Uhr und an derenSockel, wie auch auf den mattsilbernen Be-schlägen blaue Jaspisse angebracht, die mitihrem matten Schliff den Möbeln eine diskret-prächtige Wirkung verliehen. Diese wurde dannnoch unterstützt durch die mit Stickerei ver-sehenen Vorhänge in blaugrün schimmernderSeide und durch Applikation von gehämmerten,in Silberblech ausgearbeiteten Ornamentteilen.

Von den Sitzmöbeln waren Sofa und Arm-sessel mit silbergrauem Seidenstoff überzogen,die übrigen Sitzgelegenheiten mit weißemSchweinsleder, das einen einfachen aufgespritztenTon und Handvergoldung aufwies. Die Wand-bespannung bestand aus silberblauem, mit einemeinfachen Schablonenmuster versehenen Stoffe;ein sich darüber hinziehender niedriger Frieswar gespritzt und führte eine schlichte Begleit-linie. Die Decke wurde durch ein Velarium mitVerschnürung gebildet und der Boden war miteinem graublauen Filzbelag bedeckt.

Wilhelm Zaiser hatte noch einen für denGrafen von Fürstenberg-Stammheim ausgeführtenErinnerungsschrank ausgestellt, der alle jeneGegenstände, Akten und Zuschriften aufnehmensollte, die den Eltern als teure Erinnerungenan ihren früh dahingeschiedenen Sohn, der alsMarineoffizier auf dem Kanonenboot Iltis gestan-den hatte, lieb und wert geworden waren. Dermit Ausnahme der inneren Einrichtung ganz in

Ebenholz gearbeitete Schrank zeigte Anklänge C. A. Beumers Anhänger aus oxydiertem Silber