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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
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EINZELNE ARBEITSGEBIETE

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Aus der Arena im Vergnügungspark

Kostümfeste und Sport

Ursprünglich war auf Anregungvon Max Volkhart auch in dasProgramm aufgenommen worden,etwa zwei- bis dreimal währendder Dauer der Ausstellung Künstler-feste zu veranstalten. Allein beider großen Masse der durchzufüh-renden Arbeiten, die auch bei derInternationalen Kunstausstellungdie Anspannung aller künstlerischenKräfte erforderte, konnten vor ihremBeginn keine Vorbereitungen ge-troffen werden. Dann aber wares nicht möglich, die große Zahlder für eine würdige Durchfüh-rung notwendigen Künstler zu ge-winnen, weil viele von den unent-behrlichen Kräften bereits ihreStudienreisen angetreten hatten.Als aber gelegentlich der Tagungdes Vereins der HandelsgärtnerDeutschlands nach dem diesemvon der Ausstellungsleitung inAlt-Düsseldorf gegebenen Fest der

Zug der Teilnehmer durch das Ausstellungsgelände ging, mit bunten Lampions versehen, was einensehr guten Eindruck machte, ging man sofort daran, einen Plan für zwei Abendkostümfeste aus-zuarbeiten, die am 16. und 20. Oktober ausgeführt wurden nach den Angaben des ProfessorsVolkhart unter Mitwirkung des Düsseldorfer Verkehrs-Vereins, insbesondere seines Vorstands-mitgliedes Fritz Bismeyer, ebenso Hagenbecks, der seine Indiertruppen zur Verfügung stellte.Wie ja immer bei ähnlichen Anlässen, so haben sich auch hier wieder viele Künstler gern in denDienst der guten Sache gestellt. Den dekorativen Teil hatte Hacker übernommen und in seinerbekannten reizvollen Art und Weise zur Ausführung gebracht. Maler Pfankuchen übernahm einejapanische Gruppe und führte sie vorzüglich durch. Der von Bildhauer Frische mit dem MalerVezin gestellte Wagen der Flora war von großem künstlerischen Reiz. Der Wagen der Kunst vonHans Deiters, die Zigeunergruppen von Peter Körschgen und die Reitergruppe von Kohlschein,so verschieden in ihrer Art, waren bewunderte Leistungen. Nicht minder erfreuten die Kostüm-gruppen, die Jodokus Schmitz und Falkenberg mit Kollegen der Königlichen Kunstakademie,und Professor Neuhaus mit Schülern der Kunstgewerbe-Schule aufführte. Der Tiroler Wagen vonVinzenz Deckers und die Biedermeiergruppe von Maler Winkel waren die wohlgelungenen letztenLeistungen der beiden liebenswürdigen, leider inzwischen verstorbenen Künstler. Der Zug, der sichim Vergnügungsparke sammelte und bis zum Haupteingang vordrang, endete auf dem Platz, wogewöhnlich das Feuerwerk abgebrannt wurde. Der Glanzpunkt von magischem Reize und unüber-troffener künstlerischer Wirkung war der phantastische Hexen- und Zigeunertanz auf dem Wiesen-parterre vor dem Kunstpalast.

In das Gebiet des Sports sind eine Ruderregatta des Düsseldorfer Ruderklubs, die bei vorzüglichemWetter sehr animierend verlief, und ein Zug mit geschmückten Fahrrädern und Automobilen, diegelegentlich des Kongresses des Deutschen Radfahrerbundes die Ausstellung besuchten, zu rechnen.

Attraktionen

Der Direktor des Vergnügungsparks der Ausstellung 1902, Engel, bot sich an, auch für die Aus-stellung 1904 einen Vergnügungspark in einem größeren Umfange einzurichten. Er beabsichtigte,russische Reitervölker, Kirgisen, Tscherkessen, Tungusen u. dgl., heranzubringen, die ihre lebhaften,von allen Reisenden angestaunten Reiterkunststücke vorführen sollten. Daneben war die Anlagevon Dörfern von transkaukasischen Völkerschaften geplant, auch sollte die Ornamentation derRestaurants russischen Charakter zur Schau tragen. Es bildete sich zur Durchführung diesesUnternehmens eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, der ganz erhebliche Kapitalien zur Ver-

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