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Internationale Kunstausstellung, Kunsthistorische Ausstellung, Grosse Gartenbau-Ausstellung : Düsseldorf 1904
Entstehung
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ABWICKLUNG DER AUSSTELLUNG

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gewählt und die tüchtigsten Gärtnergehilfen zum Teil in hiesigen, andere in auswärtigen und aus-ländischen Betrieben untergebracht.

Wenn auch durch zeitweiligen Frost oder andauerndes Regenwetter gehindert, ging das Nieder-legen der Ausstellungsbauten ungemein rasch vor sich. Aber in den Bureaus begann jetzt dieüberaus zeitraubende Arbeit, die Prämiierungslisten der Gartenbau-Ausstellung zu vergleichen unddie Ausfertigung der Diplome in einwandfreier Weise für die in aller Welt befindlichen Ausstellerdurchzuführen.

Da die Preisrichter bei den einzelnen Sonderausstellungen, von denen 31, aber einschließlich derSchnittblumenschau 43 während des Sommers stattgefunden hatten, überaus schnell, oft in wenigenStunden mit ihren Arbeiten fertig sein mußten, beschränkten sie sich auf die kurze Angabe desZunamens, und es war ein sehr zeitraubendes Hin- und Herschreiben bei den Ausstellungsleitern,den Vorsitzenden der einzelnen Preisgerichte nötig, bevor genau Vor- und Zuname, Wohnort undAdresse der prämiierten Aussteller festgestellt werden konnten. Dazu kam auch noch, daß bei dergroßen Zahl von mehr als tausend Ausstellern, von denen wenige nur einmal, viele zehn- biszwanzigmal auf Ausstellungen erschienen und beurteilt wurden, es sehr schwer war, eine genaueÜbersicht zu gewinnen. Erst dann konnte, nachdem der Abschluß gemacht worden war, die Be-stellung der Medaillen und der Ehrenpreise erfolgen.

Am 25. Januar begann die Versendung der Ehrendiplome und Medaillen, die am 28. Februarder Hauptsache nach beendet war.

Der Vorstand beschloß, den Verlauf der Ausstellung und damit einen Rechenschaftsbericht seinerTätigkeit in einem illustrierten Werke zu geben, und beauftragte sein Mitglied Direktor Fraubergermit der Zusammenstellung des vielseitigen Materials.

Die Leiter der einzelnen Fächer erklärten sich bereit, Sonderberichte über ihre Abteilungen zuliefern, und sicherten damit dem Werke einen fachmännischen Wert.

Mitte März konnte die Abrechnung mit dem Lotterieunternehmer Schäfer vorgenommen undam 31. März die Schlußabrechnung getätigt werden.

Das Gelände wurde der Stadt am 31. März zurückgegeben, nachdem bereits vorher der Kunst-palast der Stadt wieder überantwortet war.

Den Garantiescheinzeichnern wurden die Garantiescheine unter dem Ausdruck des wärmstenDankes dafür wieder zugestellt, daß sie wieder, wie im Jahre 1902, einem gemeinnützigen Unter-nehmen den sicheren Rückhalt in so bereitwilliger Weise gegeben hatten, und den garantierendenBanken der Dank des Vorstandes für das in ihn gesetzte Vertrauen ausgesprochen.

Mit Befriedigung kann der Vorstand auf die arbeitsreiche Zeit zurücksehen und auf die Durch-führung eines Unternehmens, das zwar von Tag zu Tag durch seinen eigenartigen Charakter unddie vorherzusehenden Forderungen des Augenblicks die größten Schwierigkeiten bot, aber dochauch eine überreiche Fülle von Anregung und zwar auf idealem Gebiete gewährte. Wir hoffen,daß Kunst und Gartenbau, die hier zum erstenmal in gewaltigem Maßstabe eine Aufgabe mit-einander zu gestalten suchten, sich nicht für immer scheiden, sondern auch in Zukunft noch einmalhier zusammenwirken, um noch mehr, als dies in Düsseldorf 1904 gelang, ein Werk zu schaffen,das ganz von einem Geist getragen wird, in dem Kunst und Gartenbau sich gegenseitig ergänzenund durchdringen, den Forderungen der Zeit entsprechend, die alle Künste zu gemeinsamer Arbeitheranziehen möchte.