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Zwischenfällen führte (siehe oben), ausdrücklich erwähnt. Freilichdiese späteren Zeugnisse für Pfeffingers Verweilen in Nürnberg— bestimmt wissen wir dies wieder für den August 1508; auchim Oktober gleichen Jahres wurde Pfeffinger zugleich mit demsächsischen Hofmaler Lukas Cranach" in Nürnberg erwartet —sind uns nicht mehr von so unmittelbarem Interesse, da dasDürersche Werk, das Pfeffingers Gestalt zeigt, wie wir sahen,schon im Frühjahr 1508 zur Vollendung und Ablieferung ge-kommen war.
Es kann nun nicht in unserem Plane liegen, den weiterenLebensweg jenes trefflichen, bayerischen Edelmanns, der seinemsächsischen Wahllande und -fürsten noch viele Jahre in Liebe undVerehrung diente, zu verfolgen. Pfeffinger starb auf dem Wahl-tag zu Frankfurt a. Main am 3. Juli 1519 und wurde zunächstim Chor der dortigen Barfüßerkirche begraben r ' 2 .
«' Vgl. Ulk. Beilagen N°X, XI und XU.
62 Über die Kosten des Begräbnisses und der Seelämter bei denBarfüßern und in der Bartholomäuskirche siehe die «Urk. Beilagen> N u XV1L.
Spalatin berichtet, daß die Nachricht von dem Tode seines Kämmerersden Kurfürsten sehr schmerzlich berührt habe. Er sagte zu Spalatin: «Ach,der gute Pfeffinger, wol einen getreuen, fnimmen und guten Diener habich an ihm verloren>. Friedrich meldete selbst Pfeffingers Schwester, derÄbtissin Ursula von Kloster Frauenchiemsee, am 11. Juli 1519 aus «Ko-nigsperk» das Ableben ihres Bruders : (Sächs.-Brnes. Gesamtarchiv in Wei-mar Reg. Gg. N° 2215, Fol. 8ö a ff.). «Wir geben euch genediger ineynung,wiewol mit etwas beswerung, zu erkennen, daz nach dem willen gotsvnscr geübter diener Degen hart Pfeffinger, Ewr bruder, se-liger gedechtnus, am Sontag nach vnsor lieben frawentag Visitacioniszu Frannckfurt am Meyn sein leben vf disem jarmertalh (!) nach versehungder heiligen Sacrament cristlich vnd vernunftiglich besloßen, des sele derewig got geruch genedig vnd barmhertzig zu sein; weyl wir dann wissen,daz euch derselb ewr bruder geliebt gewest, So wellet euch solhen falhnit besweren laßen, sonder dem willen gots und wirekung der Natur,weyl einem ydem menschen ein malh zu sterben aufgesetzt, stat gebenvnd der seien mit nachthuung guter Werck gedencken, deßgleichen wir auchthun wellen». Die Aebtissin dankte dem Kurfürsten für das Schreiben, dasihr zu großem Tröste gereicht habe. Am 16. August 1519 übersandte ihr derKurfürst noch das (zerbrochene) Siegel und den Petschaftring des Ver-storbenen und kündete das Geschenk einer silbernen St. Christina für ihrKloster an. «Wir vbersenden euch auch ytzo hiemit», schreibt der Kur-fürst auf einem eingelegten Zettel (Ebenda Fol. 85 «), «einen swartzen pater-noster, der etlich vergült Crewtzleyn hat, ein cleyn gülden ketlein vndein gülden ketleyn mit" einer trynitet, die ewer bruder seliger an dem halsund die Ring, so er an den fingern getragen, und weren bedacht gewest,weyl wir wissen, daz Ewer bruder die bildnuß der allerheiligsten drival-tigkeit fast geliebt, der auch ein fast groß $ schon bildnus zu Wittenberg
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