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Der kursächsische Kämmerer Degenhart von Pfeffingen, der Begleiter Dürers auf der "Marter der Zehntausend Christen"
Entstehung
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Ueber die Entstehungszeit des von Kurfürst Friedrich demWeisen 1507 für die Allerheiligenstiftskirche zu Wittenberg be-stellten 1 , heute in der Gemaidegalerie des KunsthistorischenMuseums zu Wien befindlichen Bildes Dürers, das gewöhnlichals die «Marter der Zehntausend» oder der «Zehntausend Chri-sten» bezeichnet wird — richtiger wäre es vielleicht, um irre-führende Anklänge an die christliche Legende der zehntausendMärtyrer zu vermeiden, einfach zu sagen «Marter der persi-schen Christen» — sind wir durch Dürer selbst näher unter-richtet. Unter dem 28. August 1507 sehreibt er an JakobHeller in Frankfurt a. M., der ihn wegen der Ausführung seinereigenen Bestellung (Himmelfahrt Mariae für das Dominikaner-kloster zu Frankfurt) gedrängt hatte 2 : «Aber wisset, daß ichjetzthero lang beschweret bin mit dem Fieber, deshalben ichetlich Wochen an Herzog Friedrichs von Sachsen Arbeit ver-hindert bin worden, das mir zu großen Nachtheil ist kommen.Aber jetzt wird doch sein Werk gar verstreckt, dann es mehrdenn halb gemacht ist. Darum hobt Geduld mit Eurer Tafel,die ich nach geschloßner Arbeit, wann obbemeldter Fürst ver-fertigt wird, von Stund an machen und mich befleißen [will],als ich Euch hie zusagte.» Die Vollendung des für den Kur-fürsten Friedrich bestimmten Bildes zog sich noch bis in dasFrühjahr 1508 hin. Erst am 19. März 1508 konnte Dürer in

i Zucker, Albrecht Dürer. 1900, S. 78.

2 Meine Anführungen nach Lange und Fuhse, Dürers schriftlicherNachlaß, Halle, 1893, S. 46 ff.

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