♦
III.
Die Aelteren Herren zu Nürnberg übersenden De-genhart von Pfeffingen eine Zuschrift KurfürstFriedrichs von Sachsen und bitten gemäß diesermit Herzog Albrecht von Bayern über die Be-strafung gewisser Gefangener zu verhandeln.1507, 6. April. (Nbg. Briefbiicher Bd. 58, Fol. 252 b).
Degennharten vorm Pfeffingen, camerer.
Erber und vester! von dem durchleuchtigen, hochgebornenforsten und herrn, unserm gnedigsten herrn herzog Fridrichenzu Sachsen, churfürsten etc., ist uns auf unser schriftlich ver-künden und anzaigen etlicher gefangen halb, so diser zeit zuInngolstat in des durchleuchtigen fursten unsers gnedigen herrnherzog Albrechten in Bayrn etc. fronvest enthalten werden etc.,antwurt laut eingeschloßener copei und dabei dise heiligendeSchriften, an euch verlautend, zukomen, die wir euch auf seinerfürstl. gn. bevelh hiemit zuschicken. Und bitten demnach gut-lich, ir wollet in laut derselben seiner gnaden bevelh bei ge-meltem unserm gnedigen herrn herzog Albrechten mit vleishandeln, auf das das angezaigt übel an den berurten gefangennach des reiehs Ordnung mit dem rechten gestraft werde und euchin dem der gerechtigkeit zu furdrung so gutwillig erweisen, wiewir gutes vertrauen haben; das wollen wir, wo es zu schuldenkumpt, umb euch mit vleis gern verdinen. Datum am eritagin den heiligen osterfeirtagen [6. April| anno 1507.
Von uns den eitern
des rats zu Nurmberg.
IV.
Anton Tucher und Anton Tetzel teilen dem Kurfürsten Fried-rich von Sachsen mit, daß der kurfürstl. «Cammerer, der erber undvest Degenhart von Pfeffingen» am vergangenen Sonn-
44