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Der kursächsische Kämmerer Degenhart von Pfeffingen, der Begleiter Dürers auf der "Marter der Zehntausend Christen"
Entstehung
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EINLEITUNG.

Die äußere Geschichte von Dürers «Marter der zehntausendChristen» bedarf in mancher Hinsicht noch der Aufklärung.Aus des Meisters Briefen an Jakob Heller in Frankfurt a. M.wissen wir zwar, daß das Bild für Kurfürst Friedrich denWeisen von Sachsen zwischen dem Frühjahr 1507 und demMärz 1508 geschaffen wurde, wir kennen den bezahlten Preis,über dessen Niedrigkeit sich Dürer ebenda nicht ohne deut-liche Verstimmung äußert, wir vernehmen aus dem letzten,diesen Gegenstand berührenden Schreiben des Meisters desseninnere Befriedigung über das endlich vollendete Werk, abernoch sind gewisse Einzelheiten über den genauen Zeitpunkt unddie Art der Bestellung, über den ursprünglichen Bestimmungs-ort — Zucker nennt ohne urkundlichen Nachweis die Aller-heiligenkirche zu Wittenberg — dann hinsichtlich der letztenSchicksale des Bildes — wie es in die Hände der Granvellasund endlich des kaiserlichen Dürersammlers Rudolf H. kam*— unsicher und harren noch der archivalischen Forschung.Auch vor dem Werke selbst drängt sich eine Reihe von Fragenauf. Hat Dürer eine bestimmte, geschichtliche Episode aus demlangjährigen Kampfe des persischen Königtums gegen die Chri-

* Vgl. Neuwirth, Rudolf II. alB Dürereammler.